Wildheckenpflanzung in der Naturpark-Schule Ruppersdorf

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Dirk Hofmann zeigt, welche Tiere von den Wildsträuchern profitieren, BA Bernd Lippold

Wer das Umfeld dieser Schule im Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale  betritt, erkennt es kaum wieder. Eine junge Wildsträucherhecke und neue Bäume wachsen heute da, wo noch im vergangenen Jahr Fichten standen. Die  Naturparkschule bezog die Pflanzen aus der Baumschule in Harra, die auch schon die Wildsträucher für die Leutenberger Naturparkschule geliefert hatte. Die Arten wurden von Dirk Hofmann und Bernd Lippold, Mitarbeiter der Naturparkverwaltung, zusammen mit der Schulleiterin Ines Wohlfahrt vorrangig nach ökologischen Gesichtspunkten für die heimische Tierwelt ausgewählt. Mispel, Felsenbirne, Wildapfel, Kornelkirsche und Wildrosen schmücken nun nicht nur das Freigelände der Schule, sondern bieten zur Blütezeit vielen heimischen Insektenarten Nahrung. Und wo es genügend Insekten gibt, da finden sich auch vermehrt Singvögel ein. Zudem schmücken in Herbst bunte Früchte die Bäume und Hecken, die nicht nur den Vögeln schmecken.

Einige Väter von Schülern und Schülerinnen halfen mit beim Pflanzen. Anschließend bewässerten die Schüler selbst die frischen Hecken und Bäume. Zum Abschluss der Aktion erfuhren die Kinder, durch welches natürliche Band Wildsträucher, Insekten und Vögel zusammenhängen und dass eins vom anderen abhängt in der Natur. Am Beispiel eines Insektenhotels erklärte Dirk Hofmann die Lebensweise der Wildbienen und deren große Wichtigkeit im Kreislauf der Natur. Leider gibt es immer weniger Blumenwiesen und Wildsträucher in den Fluren und Gärten, so dass viele Insektenarten, die auf diese Nahrung angewiesen sind, verschwinden. Besonders im Spätsommer und im Herbst finden Wildbienen und Hummeln nur wenige Futterpflanzen. Das können wir ändern, indem wir auch in unseren Gärten Wiesen blühen lassen und heimische Sträucher und Bäume für die Pflanzung auswählen. Von den Blüten und Früchten der Wildrosen profitieren immerhin 25 Vogelarten und über 100 Insektenarten! Ein Beispiel für einen insektenfreundlichen Garten mit heimischen Pflanzen findet man in den alten Gemeindegärten an der Kirche in Gahma, welche die Gemeinde Remptendorf  zusammen mit der Naturparkverwaltung und der Firma Thüringer Waldquell angelegt hat.

Die Schüler interessierten sich auch für die Natur des Jahres 2016 mit dem Baum des Jahres, der Winterlinde, dem Lurch des Jahres, dem Feuersalamander und der Blume des Jahres, der Schlüsselblume, die jetzt gerade zu blühen beginnt.  „Es waren zwei tolle Projekttage an unserer Grundschule. Die Kinder waren ganz wissbegierig, welche Tiere durch die Neubepflanzung zu erwarten sind. Nun heißt es für uns, fleißig gießen und beobachten …“ sagte Schulleiterin Ines Wohlfahrt.

Wichtig ist, schon beizeiten das Auge zu schulen für den Blick in die Zusammenhänge der Natur, die für uns lebenswichtig ist. Das ist das Ziel, das die Lehrer der Schule und Mitarbeiter des Naturparks gemeinsam erreichen wollen.

Beate Graumann

 

Staatliche Grundschule Ruppersdorf

Ruppersdorf 96
07368 Remptendorf

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