Natur des Jahres 2017

Naturparke Neuigkeiten am 16. Januar 2017
blume2 300x224 Natur des Jahres 2017

Gänseblümchen, Wikipedia Tom K.

Heilpflanze des Jahres – Das Gänseblümchen
(Bellis perennis)

Tausendschönchen, Marienblümlein oder Mühleblümli – das Gänseblümchen hat unzählige regionale Beinamen. Die Bezeichnung Sonnenblümchen gibt Hinweis auf eine spezielle Eigenschaft des Korbblütlers: Sie wendet sich immer der Sonne entgegen und schließt ihre Blüten mit Beginn der Dämmerung sowie bei schlechtem Wetter. Wintermonate mit Schnee und Frost können ihr als Speicherpflanze gar nichts anhaben. Damit ist sie ist eine der ersten leuchtenden Farbtupfer in der erblühenden Frühlingsnatur, so auch im Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale.
Gänseblümchen findet man nahezu überall, vor allem auf Weiden, in Gärten und Parkanlagen. Hat die Pflanze einmal Fuß gefasst, vermehrt sie sich durch Selbstbestäubung der Blüten und zusätzliche Verbreitung durch Bienen, Hummeln & Co. rasch über große Flächen. Wichtig für ein gutes Wachstum: ein möglichst nährstoffreicher Untergrund und regelmäßiger Schnitt oder Beweidung der Standorte, sonst würde sie überwuchert von Gräsern und anderen Wildpflanzen. Auf landwirtschaftlich genutzten Flächen gilt sie als Anzeiger für verdichtete und übernutzte Böden.

Das Abzählspiel „Sie liebt mich, sie liebt mich nicht“ kennt fast jeder, jedoch ist vielen Menschen nicht bewusst, dass die Blümchen auch heilend wirken: In der Homöopathie kommt das Gänseblümchen äußerlich bei Hautunreinheiten, Wunden und Quetschungen zum Einsatz. Innerlich angewendet stärkt ein Gänseblümchentee das Immunsystem, beispielsweise bei Erkältungen, und regt den Appetit und Stoffwechsel an. Für die lindernden Eigenschaften sorgen ätherische Öle, Bitter- und Gerbstoffe sowie das Saponin Bayogenin. Die enthaltenen Stoffe wirken harntreibendend, schleimtreibendend, blutreinigend und entzündungshemmend. Und zu guter Letzt ist die Wiesenpflanze auch in der Küche vielseitig einsetzbar: Ihre Blüten schmecken wunderbar im Salat oder in einer Frühjahrssuppe, sauer eingelegte Knospen werden als Kapernersatz verwendet.

Autor: Susen Reuter

Ein Beitrag von Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale

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