Wasserpflanze des Jahres 2021

Der Wasserfeder
(Hottonia palustris)

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Wasserfeder mit Blütenständen / Wikipedia Frank Liebig

Die zur Familie der Primelgewächse zählende Wasserfeder gedeiht in den gemäßigten Zonen Europas und Kleinasiens. Sie ist nicht nur eine bemerkenswerte Schönheit durch ihre filigranen, verästelten Blattflächen. Auch ihre anmutigen Blütenstände mit weißen bis rosafarbenen Blütenkronen, die bis zu 30 Zentimeter aus dem Wasser ragen, sind eine wahre Augenweide für Spaziergänger und Wanderer. Auf den Blüten tummeln sich mit Vorliebe Schwebfliegen und andere kurzrüsselige Insekten, um sich am wohlschmeckenden Nektar zu laben. Im Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale lohnt es sich, zur Blütezeit von Mai bis Juli Ausschau nach dieser Pflanzenschönheit zu halten – im Naturschutzgebiet und FFH-Gebiet „Dreba-Plothener Teiche“ hat man mitunter gute Chancen auf eine Begegnung mit der Wasserfeder.

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Wasserfeder / VDST, Silke Oldorff

Schwankungen des Wasserstandes machen der Wasserfeder kaum etwas aus. Im Gegenteil: Fallen Gewässer trocken, bildet sie eine kurzerhand eine Landform aus – einen dichten dunkelgrünen Rasen von rund 15 Millimetern Höhe, der zur zusätzlichen Nahrungsaufnahme dient. Unter Wasser dienen die Wurzeln lediglich als Haftorgane. Die Aufnahme von Nährsalzen, Sauerstoff und Kohlendioxid erfolgt dann ausschließlich über die untergetauchten und verzweigten Blattflächen.

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Wasserfeder mit Blüten / Wikipedia Marco Schmidt

Mit der Ernennung zur Wasserpflanze des Jahres 2021 möchte man auf die starke Bedrohung der Wasserfeder aufmerksam machen. Ihre Lebensräume – mäßig nährstoffreiche Kleingewässer, Teiche, Gräben und Bruchwälder – sind zu hohen landwirtschaftlichen Stoffeinträgen ausgesetzt. Hier braucht es dringend einen stärkeren Schutz der Gewässer, um das Überleben dieser grazilen Wasserpflanze zu sichern. In Thüringen zählt die Wasserfeder zu den gesetzlich besonders geschützten Farn- und Blütenpflanzen. In Deutschland steht sie auf der Vorwarnliste und auf den Roten Listen einiger Bundesländer wird sie bereits als “gefährdet” (RL3) eingestuft.

Autor: Susen Reuter

 

Ein Beitrag von Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale

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