Porträt aus Bad Schmiedeberg: Drei Menschen, die Kirche und Heimat gestalten

Eileen Schulze, Dr. Almuth Bretschneider und Pfarrer Dr. Christoph Gramzow (v.l.n.r.) vor dem neuen Eingang in die Bad Schmiedeberger Kirche, Fotos: Elisa Lachmann; Collage: Claudia Evers
Direkt neben der Stadtkirche im Herzen der Kurstadt Bad Schmiedeberg liegt das Pfarrhaus. Im Besprechungsraum hinter den Fenstern mit Hinweisen auf Gottesdienste und Konzerte nehmen viele (Bau)Projekte ihren Anfang – und finden oft auch ihren Abschluss. Projekte, die nicht nur Gebäude betreffen, sondern das Miteinander in der Stadt und der Region stärken.
Seit über sieben Jahren wirkt Pfarrer Dr. Christoph Gramzow in seiner Gemeinde. Für ihn geht Gemeindearbeit weit über klassische Aufgaben hinaus: „Ich habe mir diesen Beruf nicht nur ausgesucht, weil ich Christ bin und meinen Glauben in die Welt bringen wollte. Mir war immer wichtig, mit Menschen in Kontakt zu kommen, Verantwortung für meine Gemeinde zu übernehmen und gemeinsam Projekte voranzubringen.“
Diese Haltung teilt er mit Dr. Almuth Bretschneider, Bauingenieurin und Mitinitiatorin zahlreicher Vorhaben. Ihre Verbindung zur Kirche und zur Dübener Heide ist tief verwurzelt: „Ich bin hier geboren, getauft, konfirmiert und getraut worden. Auch mein Enkelkind wurde hier getauft. Das verbindet mit den Menschen, aber auch mit den Gebäuden. Die Projekte zeigen mir, was ich geschafft habe, und motivieren mich weiterzumachen.“
Auch Projektkoordinatorin Eileen Schulze engagiert sich mit großer Überzeugung. Für sie sind Kirche und Gemeinde ein unverzichtbarer Teil des dörflichen Lebens: „Ohne Kirchen kann ich mir das Dorf nicht vorstellen. Eine zentrale Begegnungsstätte würde fehlen, eine Gemeinschaft einfach wegfallen. Dafür lohnt es sich, zu kämpfen.“
Ein besonders sichtbares Beispiel ihres Engagements ist der Umbau der Bad Schmiedeberger Kirche. Zwischen 2017 und 2020 wurde ein zuvor verschlossener Seiteneingang an der Südseite geöffnet und mit einer barrierefreien Rampe ausgestattet. Die Maßnahme wurde mit ELER-Fördermitteln finanziert und vom Regionalmanagement Dübener Heide beratend begleitet. Das Ergebnis kommt nicht nur der Gemeinde, sondern auch der Kurstadt zugute. „Viele Kurgäste stehen an Wendepunkten ihres Lebens“, erklärt Pfarrer Gramzow. „Hier einen offenen, zugänglichen Ort anbieten zu können – insbesondere für Menschen mit eingeschränkter Mobilität – empfinde ich als besonders wertvoll.“
Engagement wie dieses ist eng mit der Entwicklung der Dübener Heide verbunden. Das Jubiläum des Vereins Dübener Heide e. V., an dessen Gründung Dr. Bretschneider maßgeblich beteiligt war, ist für alle drei Anlass zum Blick nach vorn: „Wir hoffen auf Menschen, die sich auch künftig – ehrenamtlich wie beruflich – für die Dübener Heide einsetzen“, erklärt die Bauingenieurin. „Ich habe früher, als es um den Braunkohleabbau ging, um jeden Baum gekämpft. Und das gleiche Engagement erhoffe ich mir heute.“
Diese drei Heidehelden sind sich einig: Noch gibt es viel zu tun, aber neue Projekte stehen schon bereit. Sie zeigen, dass starke Orte, engagierte Menschen und gemeinsames Handeln die Dübener Heide lebendig halten – und dass Zukunft hier nur gemeinsam gestaltet werden kann.
Ein Beitrag von Naturpark Dübener Heide
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