Krötenwanderung – Mitarbeiter des Naturparks Münden und freiwillige Helfer waren im Einsatz

Die Krötenwanderung im Naturpark Münden erfordert jedes Jahr gute Planung und einen hohen Zeitaufwand: Erdkröten, Molche, Grasfrösche und auch die seltene Geburtshelferkröte waren zu ihren Laichplätzen unterwegs.

Wenn die Temperaturen nachts zwischen fünf und acht Grad liegen und es regnet, wandern die Amphibien zu den Teichen. 700 Meter Zaun haben Naturpark-Mitarbeiter, Gerd Kaufmann und Gerhard Kaminski sowie Bundesfreiwilligendienstmitarbeiter Cornelius Neubert und Ingo Redeker in Bursfelde errichtet, ebenfalls 700 Meter sind es an der Ballertasche hinter Gimte. Dort wurden Kröten und Molche unter Anleitung von Christiane Schröter-Kunze von Mitarbeitern des Umweltbildungsvereins Libellula und weiteren freiwilligen Helfern morgens und abends zu den Kiesteichen getragen.

In Abständen von 20 Metern sind Eimer eingegraben, die wandernden Amphibien laufen so lange am Zaun entlang, bis sie in die Eimer fallen. Jeden Morgen werden sie von den Naturparkmitarbeitern registriert und sicher über die Straße zum Klosterteich getragen.

„Wenn die Temperaturen 5 Grad dauerhaft übersteigen, sind die Amphibien unterwegs. Da sie aus ihren Überwinterungsquartieren im Laub eingegraben aus dem Wald kommen, ist die Straße vergleichsweise relativ warm. Daher bleiben sie hier gern einige Minuten sitzen, um sich aufzuwärmen. Dies wird vielen von ihnen zum Verhängnis“, berichtet Naturpark-Mitarbeiter Gerd Kaufmann. Im Verhältnis wandern bei den Erdkröten ca. ein Drittel Weibchen und zwei Drittel Männchen.

Die Amphibien legen Strecken von bis zu fünf Kilometern zurück, wandern in mehreren Etappen und nur nachts. Um nicht auszutrocknen, graben sie sich ein tagsüber ein.

Die Rückwanderung erfolgt im Sommer. Viele Kröten sterben auch nach dem Laichen. Daher gibt es bei der Rückwanderung nicht so eine große Ansammlung.

Dieses Jahr sind es nicht so viele Amphibien wie in den vergangenen Jahren, in denen schon mal bis zu 5.000 Tiere gerettet wurden. In Bursfelde sind in den ersten Wochen 800 Erdkröten zum Laichen an den Klosterteich in Bursfelde gebracht worden, an der Ballertasche waren es Berg- und Teichmolche, Erdkröten, einige Grasfrösche und einmal auch die seltene Geburtshelferkröte.

 

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Ein Beitrag von Naturpark Münden

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