Förderung einer bedrohten Schmetterlingsart im Aubachtal

Der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist einer der am besten untersuchten, aber auch einer der am stärksten im Bestand rückläufigen Tagfalterarten Europas.  Der Ameisenbläuling hat einen speziellen Lebenszyklus. Die jungen Raupen imitieren Larven von Ameisen und lassen sich von den Wiesenameisen in deren Nest tragen. Dort werden sie von den Ameisen gefüttert bzw. verzehren später auch die Ameisenbrut. Nach der Verpuppung fliehen die jungen Bläulinge aus dem Ameisennest, um danach für kurze Zeit im Juli und August als erwachsener Falter wieder Eier am Großen Wiesenknopf abzulegen.

Dank dieser Forschungsergebnisse ist man heute in der Lage, die Art gezielt zu fördern. So auch im Aubachtal zwischen Partenstein und Krommenthal. Hier war diese Art durch ungünstige Mahdtermine bis auf kleine Restvorkommen fast vollständig verschwunden. Aufgeschlossene Landwirte haben sich dort verpflichtet, auf einigen Grünflächen eine Mahdruhe einzuhalten. In der sensiblen Phase zwischen der Blüte des Großen Wiesenknopfs und dem Zeitpunkt, zu dem die Schmetterlingsraupe die Blütenköpfe verlässt, werden die Wiesen nicht mehr gemäht. Die Anzahl der Schmetterlinge konnte sich so innerhalb eines Jahres vervierfachen. Zudem wird der Austausch von Faltern durch kurze Distanzen zwischen den einzelnen Teilflächen gewährleistet.

 

Ameisenbläuling Förderung einer bedrohten Schmetterlingsart im Aubachtal

Ein Beitrag von Naturpark Spessart

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