Viele helfende Hände bei Obstbaumpflanzung im Landkreis Main-Spessart

Am Samstag, den 11.12. haben freiwillige Helferinnen und Helfer in Main-Spessart Obstbäume gepflanzt. Der Naturpark Spessart hatte das Projekt initiiert und mit Hilfe von Sponsoren sowie dem Landschaftspflegeverband umgesetzt.

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Nach einer Einweisung geht`s endlich los mit Pflanzloch ausheben und Pflanzen! (Foto: Julian Bruhn)

In Arnstein, Rothenfels und Wiesthal wurden die Spaten geschwungen; Bürgermeisterin und Bürgermeister, Mitarbeiter der Kommunen, Obst- und Gartenbauverein und viele Familien packten kräftig mit an.

„Ich habe mich riesig gefreut, dass der Naturpark Spessart unsere Fläche hier für die Pflanzung ausgesucht hat“, gab Wiesthals Bürgermeister Karl-Heinz Hofmann an. Er macht eine Verschnaufpause am Spaten und zeigt auf die alten Obstbäume hinter ihm. Die jeweils fünf Apfel- und Birnenjungbäume werde diese Streuobstwiese nun ergänzen. Wenn sie einmal tragen, steht ihr Obst der Bevölkerung zur Verfügung. „Wer ernten möchte, meldet sich dann einfach bei einem der Bürgermeister.“

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Antonia und Elias Dörringer befestigen den gepflanzten Apfelbaum (Foto: Julian Bruhn)

Obstbäume zu pflanzen sei eine wichtige Sache für die Bevölkerung und die Natur, so Jens Bernard, Mitarbeiter beim Baumhof Wiesthal. Daher habe er auch zugesagt in seiner Freizeit beim Pflanzen zu helfen, zusammen mit seiner Familie. Er blickt auf sein Kind, das fast komplett in dem Pflanzloch verschwindet: „Bäume pflanzt man für die nächste Generation.“ Es gehöre einfach zum Landleben dazu und es sei gut, dass es jemand weitermache.

Auch in Rothenfels wurden die neuen Obstbäume in einen Altbestand integriert. Hier schmückt eine Obstbaum-Allee die Wiesen hoch über dem Maintal; die jungen Bäume füllen die entstandenen Lücken auf. An den alten Bäumen wurden bereits gelbe Bänder an den Stämmen angebracht, die signalisieren: Hier darf geerntet werden.

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Fleißige Helfer packen kräftig an (Foto: Julian Bruhn)

„Ich mache mit, weil es irgendwie weitergehen muss. Für unsere Kinder und Enkel“, so Jutta Roth, die neben dem neu gepflanzten Bäumchen steht. An jedem neuen Obstbaum hängt ein kleines Schild, das anzeigt, wer diesen Baum gepflanzt hat. „Wir wollen hier noch dauerhafte Schilder anbringen“, so Bürgermeisterin Daria Schürmann. So bekämen die Menschen einen noch direkteren Bezug und könnten ihren Baum immer wieder besuchen und beernten.

In Rothenfels hatte Schürmann auch die Werbetrommel für die Aktion gerührt um Helfende zu finden. „Wir haben erst vor fünf Tagen den Termin für die Pflanzung erfahren, da musste ich mir etwas einfallen lassen.“ Sie entwarf ein digitales Werbeplakat, das sich rasch über die sozialen Netzwerke und Nachrichtendienste verbreitete; 15 Familien folgten dem Aufruf. „Der Zusammenhalt hier ist sehr gut“, gab sie an. Wenn man auf die Leute zugehe, fänden sich immer Arbeitswillige. 21 Obstbäume – alles alte Sorten – konnten an diesem Tag in die Erde gebracht, professionell abgestützt und mit Wildgittern geschützt werden.

Die Bürgermeisterin ist von der Aktion begeistert. Eine Aufforstung im Regenwald sei weit weg und für viele sehr abstrakt. Einen direkten Bezug zur Natur vor der Haustür schaffe man eher durch regionale Aktionen wie diese hier. Die Raiffeisen-Stiftung Main-Spessart, die genau solche heimischen Projekte unterstützt, hat die insgesamt 64 Bäume mitgesponsert.

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In manchen Gemeinde wurde über Facebook und Whats-App zur Mithilfe aufgerufen, so z. B. in Rothenfels durch die zweite Bürgermeisterin Daria Schürmann (Foto: Jennifer Weidle)

In Wiesthal leiteten die beiden Naturpark-Ranger Felix Kühne und Andreas Gries die Aktion an; in Rothenfels war der Stellvertretende Geschäftsführer des Naturpark Vereins Julian Bruhn dabei. Er erklärt, warum die Baumpflanzaktion so kurzfristig stattfand: „Wegen der Förderung durch die Regierung von Unterfranken, mussten wir erst die Genehmigung der Naturschutzbehörden abwarten.“ Als diese vorlag, musste es schnell gehen. „Die feuchte Witterung ist jetzt ideal und die Bäume waren zum Glück verfügbar.“ Er hofft nun, dass sie gut anwachsen und im Sommer nicht zu viel gegossen werden müssen.

Fünf Jahre lang werden er und sein Naturpark-Team Mollebusch, Geheimrat Doktor Oldenburg und Landsberger Renette professionell begleiten und pflegen. Danach werden sie, so Bruhn, den Menschen vor Ort überlassen, die sie pflegen und beernten sollen; wer in die begeisterten Gesichter der Helfenden blickt, glaubt dass das funktionieren wird.

Ein Beitrag von Naturpark Spessart

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