Vogelfütterung im Winter

Naturparke Neuigkeiten am 19. November 2018

Da ist sie wieder, die immer wiederkehrende Frage, deren Antwort immer unterschiedlich auszufallen scheint:
Sollten Wildvögel im Winter zugefüttert werden? Und wenn ja, was sollte man beachten?

Die Verfügbarkeit von Nahrung hat sich für einige Vogelarten im Laufe der letzten Jahrzehnte sehr stark verändert. Nicht nur der massive Insektenschwund stellt eine Bedrohung dar, auch durch massive Düngung und Verwendung von Spritzmitteln dezimiert sich das Nahrungsangebot drastisch. Eine Zufütterung von November bis Ende Februar im eigenen Garten mit ausgewähltem Vogelfutter ist daher eine lobenswerte Unterstützung für die Wildvögel.
An den Futterstellen lassen sich die Tiere zudem aus nächster Nähe beobachten, was nicht nur ein Naturerlebnis ist, sondern auch Artenkenntnis vermitteln kann. So profitieren Mensch und Tier gleichermaßen von der Winterfütterung.

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Heckenbraunelle. (Foto: VDN/Uwmich)

Doch was genau gilt es zu beachten und welche Vogelarten werden besonders häufige Gäste sein?
Wichtig ist vor Allem, die Übertragung von Krankheitserregern zu vermeiden. Daher ist ein Futterspender optimal, bei dem die Tiere nicht im Futter herumlaufen und es eventuell mit Kot verschmutzen können. Besser ist auch, mehrere kleine Futterstellen anzubieten, als eine große. Falls nur ein gewöhnliches Vogelhäuschen zur Verfügung stehen sollte, muss dieses regelmäßig mit heißem Wasser gereinigt werden. Es sollte hier außerdem nur wenig Futter nachgelegt werden.
Bestenfalls positionieren Sie Ihre Futterstelle an einer übersichtlichen Stelle, die den Vögeln in der Nähe Deckung durch Bäume und Sträucher bietet. So können herannahende Gefahren, wie beispielsweise die Nachbarskatze, frühzeitig erkannt und die Flucht ergriffen werden.

Je nachdem, welche Vögel Sie bevorzugt anlocken möchten, bietet sich unterschiedliches Futter an. Keinesfalls jedoch darf Brot oder salzhaltige Nahrung verfüttert werden!
Auch soll von herkömmlichen Meisenknödeln in Plastiknetzen abgeraten werden, in denen sich die Tiere öfter verheddern und so zu Tode kommen.
Am besten als Universalfutter geeignet sind (ungeschälte) Sonnenblumenkerne. Körnerfresser sind beispielsweise Meisen, Sperlinge und Finken. Bieten Sie Futter wie Rosinen, Obst, Kleie oder Haferflocken an, wird das Rotkehlchen, Amseln, Wacholderdrosseln, den Zaunkönig oder die Heckenbraunelle anlocken.
Sollten Sie sich für letzteres entscheiden, muss aber dringend darauf geachtet werden, dass das angebotene Futter nicht verdirbt.

Es wird deutlich, dass das Vogelfüttern mit keinem allzu großen Aufwand in Relation zu seinem Nutzen verbunden ist.
Wer die Natur gerne unterstützen und mit erfreutem Zirpen belohnt werden möchte, kann sich beim LBV (Landesbund für Vogelschutz) weitere Informationen einholen.

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Vögel freuen sich im Winter über Zufütterung. (Foto: VDN/wimi)

Beitragsfoto Specht: VDN/Andreas Berndt

Ein Beitrag von Naturpark Spessart

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