Der Naturpark Münden pflanzt 10 Obstbäume – Gemeinschaftsprojekt der Artenvielfalt

Der Naturpark Münden pflanzt 10 Obstbäume, um eine Streuobstwiese in der Nähe von Wiershausen wieder zu beleben.

Das Gemeinschaftsprojekt in Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband Göttingen e.V. und Herbert König aus Wiershausen, der die Wiese zur Bepflanzung zur Verfügung gestellt hat, dient der Steigerung der Biodiversität und bereichert die Bienenweide. Ulrich Scheidel vom Landschaftspflegeverband Göttingen hat nach Bewilligung des Projektes die Bäume ausgewählt: alte Sorten sollten es sein, um den Erhalt selten gewordener Obstsorten zu fördern. Der Landschaftspflegeverband Göttingen sichert auf Flächen von insgesamt 15 Hektar in Obstsortengärten alte, seltene und robuste Sorten, die unsere Kulturlandschaft bereichern.
„Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen und bieten durch ihre lockere Bepflanzung, ihre Artenvielfalt, als Höhlen- und Brutbäume und mit blühenden Wiesen, die beweidet oder gemäht werden vielen Vogel- und Insektenarten Nahrung, Schutz und Unterschlupf“, betont Obstbaumwart Ulrich Scheidel. Sechs Apfelbäume finden auf der Wiese Platz: vom Klarapfel im Juli über die Herbstsorten Gravensteiner und Biesterfelder Renette bis zum Lagerapfel Roter Boskoop wird es dann über einen langen Zeitraum genussreife Äpfel geben. Dazu kommen eine Hauszwetsche und die Pflaumensorte Emma Leppermann. Und auch zwei Kirschbäume sollen das Sortenspektrum bereichern: die noch recht verbreitete und bekannte Hedelfinger Riesenkirsche und die seltenere Sorte Dönissens Gelbe Knorpel. Die Mitarbeiter des Naturpark Münden pflanzen die Bäume und schützen sie im Pflanzloch mit Draht gegen Wühlmäuse und am Stamm mit Holzpfosten, um die zuweilen auf der Wiese weidenden Schafe daran zu hindern, sich gemütlich an den noch biegsamen, dünnen Stämmen zu schubbern. Zusätzlich mit Kokosband angebunden, können sie in den nächsten Jahren dann auch den Windeinflüssen standhalten.

„Wir freuen uns, dass dieses tolle Gemeinschaftsprojekt auf den Weg gebracht wurde“, so Sibylle Susat, Geschäftsführerin des Naturparks Münden. „Wenn die Bäume irgendwann einmal größer sind und Früchte tragen, gibt es hoffentlich schöne Erntetage, Obstschnittkurse und das Erlebnis, dass in unserem Naturpark und vor unserer Haustür wunderbare Produkte wachsen und wir sie genießen dürfen“!

Ein Beitrag von Naturpark Münden

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