Teichwirtschaft und Fischerei haben Tradition im Naturpark Niederlausitzer Landrücken. Allein in und um Fürstlich Drehna ließen die zeitweiligen Schlossherren zu Lynar 36 Teiche errichten.

Buchweizen wurde vom 14. bis 20. Jahrhundert in ganz Deutschland angebaut, dann jedoch vom ertragreicheren Getreide verdrängt. Von den Niederlausitzer Böden ist er nie ganz verschwunden. Im Südosten des Naturparks Niederlausitzer Landrücken wird das „Heedekorn“ bis heute angebaut und aufgetischt. Buchweizengerichte galten lange als Arme-Leute-Essen, doch die süße Buchweizenplinse fanden schon immer und auch bei Gästen großen Anklang und brachten den Bergdörfern Gosda, Zwietow und Weißag den Namen „Plinsdörfer“ ein.

Nur einen Steinwurf entfernt vom Spreewald präsentiert sich der Naturpark Niederlausitzer Landrücken als Land der Gegensätze. Der namengebende, von weiten Wäldern bedeckte Höhenzug umrahmt eine alte Kulturlandschaft mit Slawischen Burgwällen, mittelalterlichen Feldsteinkirchen und zahlreichen Herrenhäusern. Auf den Äckern rasten seit Menschengedenken im Herbst die Kraniche. Mittendrin wächst auf dem Grund ehemaliger Kohlegruben eine neue Seenlandschaft. Große, weitgehend ungestörte Areale bieten Rückzugsräume für seltene Pflanzen und Tiere und beeindruckende Erlebnisse für Naturfreunde.

Der „Kalauer“ wurde im Naturpark Niederlausitzer Landrücken geboren, in Calau, wo die Schuster, um sich die Arbeit zu erleichtern, Geschichten erzählt und Wortspielerein erdacht haben.

Sehr bequem lässt sich der Naturpark Niederlausitzer Landrücken mit dem Fahrrad erleben. Auf der „Kranichtour“ gelangen sie vom Landrücken bis in den Spreewald, der „Kornradenweg“ gewährt einen Einblick in die vielseitige Kulturgeschichte.