Kunst trifft Wildnis: Ein Rückblick auf das Festival „Lichtung“

Naturparke Neuigkeiten am 26. März 2026

Beim Kunstfestival „Lichtung“ verschmolzen zeitgenössische Kunst und märkische Natur zu einem eindrucksvollen Erlebnis. 23 lokale und internationale Künstlerinnen und Künstler luden dazu ein, die Landschaft mit völlig neuen Augen zu sehen.

Flyer zur Veranstaltung

Flyer zur Veranstaltung

Wo Kunst auf Psychologie trifft

Gastgeber und Kurator des Festivals war der Berliner Künstler Tom Meier. Sein Atelier in Pätz – gelegen auf dem Waldgrundstück „Die Oberen Zehntausend“ – diente dabei als Herzstück und Experimentierraum.

Wo sonst still an der Schnittstelle von Architektur, Landschaft und Psychologie gearbeitet wird, öffneten sich am Wochenende die Türen für den kritischen Dialog über unser menschliches Wirken und die Zukunft der Nachhaltigkeit.

(c) Tom Meier

Verborgene Schichten sichtbar gemacht

Die „Lichtung“ machte ihrem Namen alle Ehre und brachte Themen ans Licht, die oft im Verborgenen bleiben:

  • Geschichte unter den Füßen: Durch interaktive Videoprojektionen wurden die Altlasten der ehemaligen Deponie, auf der das Grundstück liegt, begehbar und erfahrbar gemacht.

  • Lichtbrutalismus: Die massiven Eingriffe der nahegelegenen Gastrasse wurden künstlerisch offengelegt und regten zum Nachdenken über das Ende des fossilen Zeitalters an.

  • Technik & Natur: Mittels VR-Brillen und einem einfachen Baumstumpf aus Pappe wurde der Klimawandel als „Mixed Reality“ greifbar, während verstärkte tierische Umgebungslaute die Sinne schärften.

Das Projekt bewies eindrucksvoll, dass der ländliche Raum ein kraftvoller Ort für zeitgenössische Kultur ist – ein „Gegenraum“ zur alltäglichen Vereinheitlichung unserer Wahrnehmung.

(c) Peter Vink

(c) Jens Isensee

(c) Kyoco Taniyama

Lichtung Totale (c) Tom Meier

(c) Benjamin Renter

Ausblick: Es bleibt kreativ im Naturpark!

Wer das Festival verpasst hat, darf sich freuen: Das Atelier in Pätz lädt zu folgenden Terminen ein:

  • Anfang Mai: Teilnahme an den Offenen Ateliers Brandenburg.

  • Sommer 2026: Unter dem Titel „Wild at Art – Wilde Kunst“ dreht sich alles um Kunst für Tiere. Ausgehend von der hypothetischen Annahme, dass auch Tiere ein Kunstverständnis haben, soll das spezifische Wesen einer Art mit den Wirkweisen von Kunst verbunden werden. Dazu soll es neben einer Ausstellung auch Workshops mit lokalen Schulen und Kitas geben.

Naturpark Dahme-Heideseen

Arnold-Breithor-Str. 8
15754 Heidesee

Telefon

  • (+49) 033768 969-0

Faxnummer

  • (+49) 033768 969-10

Email Adresse

Webseite

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert