Nachlese: Violettes Naturwunder – mit dem Ranger durch die blühende Massower Heide

Naturparke Neuigkeiten am 25. September 2025

Zwischen August und September verwandelt sich die Massower Heide in ein leuchtendes Meer aus Violett. Die Besenheide steht in voller Blüte und zieht Naturfreunde, Fotografen und Neugierige gleichermaßen in ihren Bann.

 

Mit dem Ranger durch die blühende Massower Heide (© Carsten Preuß)

Wer das Glück hatte, an der diesjährigen Rangertour teilzunehmen, wurde Zeuge eines besonderen Schauspiels – einer Landschaft, die in ihrer Vielfalt und Geschichte fasziniert.

Blühende Massower Heide (© Carsten Preuß)

Die Tour führte durch ein einzigartiges Mosaik aus Sandflächen, Trockenrasen und Zwergstrauchheiden. Dabei erfuhren die Gäste, wie gezielte Naturschutzmaßnahmen – insbesondere die Schafbeweidung – dazu beitragen, diese bedrohten Lebensräume zu erhalten. Einst militärischer Übungsplatz bis 1990, präsentiert sich die Heide heute als weitläufige Offenlandschaft mit Vorwaldstadien, die seltene Flora und Fauna beherbergt.

Die Massower Heide beeindruckt mit offenen Binnendünen von bis zu 600 Metern Länge, Silbergrasfluren, Birken-Kiefern-Vorwaldstadien und Relikten des Traubeneichen-Kiefernwaldes. Bemerkenswerte Pflanzen wie Silbergras, Niedrige Schwarzwurzel, Wacholder und die namensgebende Besenheide prägen das Bild.

Kaktusmoos (© Carsten Preuß)

Auch die Tierwelt zeigte sich von ihrer spektakulären Seite:

Die Gäste erlebten seltene Arten wie die Gottesanbeterin, den Argusbläuling und die Italienische Schönschrecke oder den gut getarnten Eisenfarbenen Sandfalter hautnah.

Eisenfarbener Sandfalter und Italienische Schönschrecke (© Carsten Preuß)

Argusbläuling (© Carsten Preuß)

Diese vier Arten gehören zwar unterschiedlichen Gruppen an (Heuschrecken, Schmetterlinge und Fangschrecken), aber sie teilen einige bemerkenswerte Gemeinsamkeiten, besonders in Bezug auf Lebensraum und ökologische Ansprüche.

Blindschleiche (© Carsten Preuß)

Gottesanbeterin (© Carsten Preuß)

In der Massower Heide wurde in den vergangenen Jahren vom Flächeneigentümer, der Hatzfeld-Wildenburg‘schen Forstverwaltung, viel getan, um Sandtrockenrasen, Binnendünen und Heiden zu erhalten. Dazu trägt auch die Schafbeweidung bei, die über den Vertragsnaturschutz von der Naturparkverwaltung bzw. dem Land Brandenburg finanziert wird. Herzlichen Dank an alle Teilnehmenden und Organisatoren dieser eindrucksvollen Tour.

Mit dem Ranger durch die blühende Massower Heide (© Carsten Preuß)

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