Fotofalle schnappt zu: Erster Wolf in der Dübener Heide nachgewiesen

Wolf Fotofalle schnappt zu: Erster Wolf in der Dübener Heide nachgewiesen

(C) Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz

Im Naturpark Dübener Heide ist erstmals ein Wolf nachgewiesen worden. Wie das Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz am 18. Juni informierte, war das Tier Ende Mai von einer Fotokamera aufgenommen worden. Die war im Heidewald bei Roitzsch (Landkreis Nordsachsen) von einem Jäger aufgebaut worden.

“Noch ist unklar, ob sich das Tier dort dauerhaft niederlassen wird oder das Gebiet nur durchwandert hat. Im Rahmen des Monitorings soll dieser Frage nun nachgegangen werden, in dem nach Spuren, Losungen und Rissen gesucht wird”, so das Kontaktbüro.

Den weiteren Angaben zufolge befindet sich das nächste bestätigte Wolfsvorkommen nur wenige Kilometer Luftlinie entfernt in der Annaburger Heide, die hauptsächlich in Sachsen-Anhalt liegt, aber nach Brandenburg und Sachsen hineinreicht. Aktuell gibt es in Sachsen 12 Wolfsrudel oder –paare, von denen 10 ihre Territorien ganz und 2 überwiegend im Freistaat haben.

Naturparkleiter Thomas Klepel plädiert, mit dem Thema Wolf offen umzugehen. Der Leipziger Volkszeitung sagte er: “Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis ein Wolf bei uns nachgewiesen wird.” Nutztierhalter müssten sich jetzt “ein Stück weit mehr Gedanken machen”.

Zur Vorbeugung von Schäden sollten vor allem Schaf- und Ziegenhalter ihre Tiere schützen, informierte das Lausitzer Kontaktbüro. Für einen effektiven Schutz gegen Wölfe hätten sich mindestens 90 cm hohe, handelsübliche Elektrozäune (z.B. Flexinetze oder Litzenzäune) bewährt. Voraussetzung für einen finanziellen Ausgleich im Schadensfall ist die Einhaltung des entsprechenden Mindestschutzes durch den Tierhalter. Schäden sind zeitnah innerhalb von 24 Stunden an das Landratsamt Nordsachsen, während der Dienstzeit Tel. 03423/ 7097 4134 und an Wochenenden Bereitschaftsdienst Umweltamt Tel. 0171/ 5575716, zu melden. Schaf- und Ziegenhalter sowie Betreiber von Wildgattern im Wolfsgebiet haben die Möglichkeit, sich Herdenschutzmaßnahmen fördern zu lassen.

Ein großer Teil vom Landkreis Nordsachsen, darin eingeschlossen der Bereich um die Dübener und Dahlener Heide, gehört bereits seit 2011 zum Fördergebiet. Zu den bestehenden Fördermöglichkeiten berät der Staatsbetrieb Sachsenforst (Tel. 035932/ 36531, E-Mail: andre.klingenberger@smul.sachsen.de). Wolfshinweise (Spuren, Kot, Sichtungen, Risse) sind an das an das Landratsamt , an das Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz (Tel. 035772/ 46762, kontaktbuero@wolfsregion-lausitz.de) oder an das LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und –forschung in Deutschland (Tel. 035727/ 57762, kontakt@buero-lupus.de) zu richten.

Ein Beitrag von Naturpark Dübener Heide

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