Ost-West-Verbindung: Landräte unterzeichnen Torgauer Erklärung

287 2017 Foto zu Torgauer Erklärung1 Ost West Verbindung: Landräte unterzeichnen Torgauer Erklärung

(C) Landratsamt Nordsachsen

Auf Einladung von Nordsachsens Landrat Kai Emanuel haben sich am 9. November 2017 neun Landräte bzw. ihre Stellvertreter (Foto) aus drei Bundesländern auf Schloss Hartenfels in Torgau getroffen. Im Mittelpunkt ihrer Beratung stand nach Angaben des Landratsamtes in Torgau die Zukunft der Reviere Mitteldeutschland und Lausitz nach dem absehbaren Ende des Braunkohleabbaus (ca. 2030 bis 2050). In einer gemeinsam unterzeichneten „Torgauer Erklärung” fordern die Kommunalpolitiker die neue Bundesregierung und die Regierungen der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg dazu auf, den Bau einer neuen Ost-West-Straßenverbindung voranzutreiben, welche die infrastrukturellen Voraussetzungen für wirtschaftliche Neuansiedlungen in den betroffenen Revieren Mitteldeutschland und Lausitz schafft. In Anlehnung an die geografische Lage trägt das Projekt den Namen „Milau”. Es soll zusätzlich gefördert werden und nicht zu Lasten anderer Vorhaben aus dem Bundesverkehrswegeplan gehen

„Durch die innerdeutsche Teilung wurden im Osten Deutschlands vorrangig Straßen in Nord-Süd-Richtung gebaut, um Ostsee und Erzgebirge besser zu erschließen. Mit Ausnahme der Autobahn A 4 blieben Ost-West-Verbindungen auf der Strecke. Das wirkt bis heute nach und führt insbesondere in Nordsachsen, Südbrandenburg und der Lausitz zu erheblichen Nachteilen für die wirtschaftliche Entwicklung und die Mobilität der Bevölkerung”, erklärte Nordsachsens Landrat Kai Emanuel. Um die Zukunft der Region zu sichern, fordern die in das Verkehrsprojekt „Milau” involvierten Landräte eine leistungsfähige Ost-West-Verbindung, die durch den Ausbau vorhandener Bundes- und Staatsstraßen den Anschluss an das vorhandene Autobahnnetz im Westen und an einen neuen Übergang nach Polen im Osten herstellt. Sie soll parallel zu A 4 und A 14 verlaufen, was auch zu deren dringend notwendiger Entlastung führt.

„Das Verkehrsprojekt ,Milau‘ schafft Wege in die Zukunft. Angesichts langjähriger Planungs- und Bauzeiten duldet es keinen Aufschub. Wir fordern die Entscheidungsträger in Bund und Ländern auf, ihre Verantwortung dafür wahrzunehmen”, heißt es in der „Torgauer Erklärung” der Landräte von Anhalt-Bitterfeld (Uwe Schulze), Leipzig (Henry Graichen), Nordsachsen (Kai Emanuel), Meißen (Arndt Steinbach), Bautzen (Michael Harig), Görlitz (Bernd Lange), Elbe-Elster (Christian Heinrich-Jaschinski), Oberspreewald-Lausitz (Siegurd Heinze) und Spree-Neiße (Harald Altekrüger).

 

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