„Feldhase mit Löwenzahn“

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Feldhase mit Löwenzahn – Copyright: VDN/Christian Schmalhofer

Der Feldhase (Lepus europaeus) besiedelt offene und halboffene Landschaften in weiten Teilen Europas, Nordafrikas und Asiens; durch zahlreiche Einbürgerungen kommt der Feldhase heute jedoch auf fast allen Kontinenten vor. Zusammen mit dem Schneehasen ist der Feldhase der größte Hasenartige Europas. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt etwa 40–70 cm; ausgewachsene Tiere wiegen 2,5–6,5 kg.

Das bisher bekannte Maximalalter im Freiland beträgt 12,5 Jahre, jedoch wird über die Hälfte der Hasen kein Jahr alt. Aufgrund der starken Intensivierung der Landwirtschaft ist der Bestand des Feldhasen seit den 1960er Jahren in vielen Regionen Europas stark rückläufig. In Deutschland wird die Art daher in der Roten Liste als „gefährdet“ (Kategorie 3) geführt, in einigen Bundesländern wie Brandenburg und Sachsen-Anhalt als „stark gefährdet“ (Kategorie 2). Nach Hochrechnungen lebten 2011 ungefähr vier Millionen, 2016 etwa zwei bis drei Millionen Feldhasen in Deutschland. Die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild erklärte den Feldhasen für das Jahr 2001 und erneut 2015 zum Tier des Jahres.

Als sehr verbreitetes heimisches Tier hat der Hase seinen Platz auch in Märchen („Der Hase und der Igel“), Fabeln (Meister Lampe) und Redewendungen („Angsthase“, „Hasenfuß“, „Hasenpanier“) gefunden. Sprichwörtlich sind seine Scheu, seine Schnelligkeit, seine Wendigkeit und seine langen Ohren. Er ist neben dem Ei zum Symbol des Osterfestes geworden.

Das Motiv des Osterhasen hat sich auch durch die kommerzielle Verwendung ausgebreitet und frühere Überbringer des Ostereies weithin verdrängt. In einigen Teilen der Schweiz war noch im 19. Jahrhundert der Kuckuck der Eierlieferant, in Teilen von Westfalen war es der Osterfuchs, in Thüringen brachte der Storch und in Böhmen der Hahn die Eier zum Osterfest.

“Unseren“ Osterhasen konnte Christian Schmalhofer nach eigener Schilderung am Waldrand in einer Wiese entdecken. Er konnte sich dann ganz langsam am Waldrand in gebückter Haltung anschleichen und hinter dem Stativ mit Tarnnetz verstecken. Nachdem er ein paar Bilder gemacht hatte, blieb der Hase nochmal stehen bevor er umdrehte und im Wald verschwand.

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Ein Beitrag von Verband Deutscher Naturparke

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