Naturpark Niederlausitzer Landrücken

Im Portrait am 6. Februar 2019
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Es wird ein schöner Tag © VDN/B. Tanneberger

Fast die Hälfte des Naturparks  Niederlausitzer Landrücken ist von Wald bedeckt. Weite Kiefern- und Traubeneichenwälder erstrecken sich auf dem eiszeitlichen  Höhenzug, der das Umland bis zu 100 Meter überragt und sich wie ein grünes Band quer durch die Naturlandschaft zieht. In den Wäldern erklingen in klaren Winternächten die Rufreihen des Raufußkauzes, der in alten Schwarzspechthöhlen brütet. Das wiederangesiedelte Auerhuhn profitiert von ausgedehnten Blaubeerteppichen und lichteren Waldbeständen. Vom Waldboden drängen viele kleine Laubgehölze in die Baumschicht – ein Prozess, der gewollt ist und gefördert wird, um artenreiche, widerstandsfähige Mischwälder zu entwickeln.

An den Flanken des Landrückens entspringen Quellen, die Bäche und Teichlandschaften speisen und im Mittelalter zur Herausbildung vieler Quell- und Hangmoore führten. Melioration für die Landwirtschaft sowie Grundwasserabsenkung durch den Kohlebergbau haben in den letzten Jahrzehnten den Mooren und anderen Lebensräumen des Naturparks das Wasser entzogen. Heute werden mit Blick auf den Klimawandel große Anstrengungen unternommen, Moore wiederzubeleben und das kostbare Wasser zurückzuhalten.

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Kraniche © Ralf Donat

Der Nordosten des Naturparks ist durch  landwirtschaftliche Nutzung geprägt. Die großen Äcker sind ein Grund dafür, dass  das Luckauer Becken zu den wichtigsten Kranichsammel- und Rastplätzen Brandenburgs zählt.  Ein anderer Grund hierfür ist die Seen- und Sumpflandschaft, die sich auf ehemaligem Bergbauterrain entwickelte. Im Herbst rasten hier tausende Kraniche und Wildgänse und sorgen für ein eindrucksvolles Spektakel.

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Bergbaufolgelandschaft © RalfDonat

Das Heinz Sielmann Natur-Erlebniszentrum Wanninchen informiert am Rand des neu entstandenen Schlabendorfer Sees über Natur und Landschaft der ehemaligen Bergbauregion. Die Heinz Sielmann Stiftung erwarb über 3.000 Hektar der Flächen, um dauerhaft seltene Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu bewahren.

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Kirche Frankendorf © Hans Christian Kläge

Boden- und Baudenkmale in bemerkenswerter Dichte künden davon, dass es sich bei der Naturparkregion um eine alte Kulturlandschaft mit reicher Geschichte handelt. Kulturhistorisch besonders interessante Orte sind Luckau (historischer Stadtkern), Fürstlich Drehna und Altdöbern mit historischen Ortskernen, Schlössern und Landschaftsparks. Daneben findet man in fast jedem Dorf eine mittelalterliche Feldsteinkirche,  vielerorts Reste slawischer Burgwälle sowie  Wasser- und Windmühlen, Teichlandschaften, Weinberge und mehr.

Rad fahren, wandern und Tierbeobachtungen sind gute Möglichkeiten, die Schönheit und Eigenart der Region zu genießen. In der Naturpark-Info in Fürstlich Drehna und im Heinz Sielmann Natur-Erlebniszentrum Wanninchen ist mehr über die Angebote des Naturparks zu erfahren.

Ein Beitrag von Verband Deutscher Naturparke

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