Verbindung wird wiederhergestellt

Naturparke Neuigkeiten am 22. Januar 2026

Foto (v. l. n. r.): Stefan Ruland MdL, Landrat Markus Bauer, Herr Beck (Firma Jaeger Bau), Peter Rosenhagen (Bürgermeister von Plötzkau), Tilo Wechselberger (1. Vorsitzender Naturpark) © J. Majchrzak

Der als Zinkenbusch bei Plötzkau in der Verbandsgemeinde Saale-Wipper bekannte Saalealtarm wird künftig besser mit Frischwasser aus der Saale versorgt. Das dient dem Natur- und Hochwasserschutz. Dafür wird in den kommenden Wochen ein Deich zu einem anderen Altarm durchbrochen.

Ziel des Vorhabens ist, die dortige Tier- und Pflanzenwelt besser zu schützen und den Tourismus in der Region aufzuwerten. Der Bereich gehört zum Plötzkauer Auenwald, dem größten europäischen Schutzgebiet entlang der Saale. Entlang der beiden noch getrennten Saalealtarme verläuft auch der Saaleradweg. Die Kosten für das Projekt betragen rund 64.000 Euro.

Projektverantwortlich ist der Verein Naturpark Unteres Saaletal. Der Verein setzt sich seit 2007 für den Schutz, die Pflege und die Entwicklung von Natur und Landschaft in der Region ein. Ein wesentliches Ziel dabei ist die Förderung der Renaturierung von Gewässerstrukturen, wie Vereinsvorsitzender Tilo Wechselberger beim symbolischen Spatenstich mit Landrat Markus Bauer und Plötzkaus Bürgermeister Peter Rosenhagen Mitte Januar 2026 vor Ort erläuterte. „Der Durchstich durch den vor Jahrzehnten künstlich geschaffenen Damm wird dazu führen, dass insbesondere in den Sommermonaten die Wassertemperaturen nicht derart steigen, dass massenweise Fische sterben.“ Besser geschützt werden damit auch Biber, Fischotter und andere Arten im Naturschutzgebiet. Bürgermeister Peter Rosenhagen hob daneben die Bedeutung des Projekts für den Hochwasserschutz in der Region hervor. Demnach werden die Retentionsflächen deutlich vergrößert. „Das ist eine sehr wichtige Maßnahme für uns.“

„Neben dem Naturschutz ist uns wichtig, dass die Verbindung der beiden Saalealtarme den Saaleradweg an dieser Stelle aufwertet. Die Menschen sollen sich bei uns in der Natur wohlfühlen.“

Landrat Markus Bauer verwies auch darauf, dass die Vorbereitungen nicht so einfach gewesen seien wie anfangs erhofft. Mittlerweile habe ein Planungsbüro aber eine Lösung vorgeschlagen, die aus behördlicher Sicht sowie aus Sicht aller Projektbeteiligten auch finanziell umsetzbar sei. Zu den weiteren Projektbeteiligten gehören das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt sowie der Unterhaltungsverband Westliche Fuhne-Ziethe. Nach Angaben von Tilo Wechselberger werden die rund einen Monat andauernden Arbeiten beginnen, sobald es die Witterungsbedingungen zulassen. Die Verbindung wird etwa drei Meter breit sein. Das Aushubmaterial soll im Dammbereich bleiben. Zusätzlich werden auf rund 1.000 Quadratmetern neue Pflanzen gesetzt.

Für die Realisierung des Projektes stehen Mittel aus dem Projekt „Für Klimaschutz und biologische Vielfalt in Feuchtlebensräumen in Naturparken“ des Dachverbandes VDN e. V.  (Verband Deutscher Naturparke e. V.) mit der Förderung des „Kaufland Klimafonds mit freundlicher Unterstützung von Coca-Cola Europacific Partners DE“, sowie weitere Mittel aus der Gewinnausschüttung der Salzlandsparkasse zur Verfügung.

Lesen Sie hier mehr:

Spatenstich am Zinkenbusch in Plötzkau – Naturpark Unteres Saaletal

 

Insgesamt wird im Rahmen des Natur- und Klimaschutz-Projektes von VDN e. V., Kaufland und Coca-Cola die Renaturierung von fünf Moorgebieten und vier Feuchtgrünland- und Auenbereichen in neun Naturparken mit knapp 500.000 Euro gefördert:

Projekte zur Wiedervernässung in Naturparken – Verband Deutscher Naturparke

 

 

Ein Beitrag von Verband Deutscher Naturparke

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One thought on “Verbindung wird wiederhergestellt”

  1. Lutz Schulz
    1

    wann wird der Altarm Zinkenbusch bei Plötzkau direkt an die Saale angeschlossen. Es bilden sich jetzt bei dieser Wärme wieder grüne Algen und das Wasser riecht schon wieder etwas.Der Altarm benötigt dringend bald einen Durchlauf.Nicht erst in2-3 Jahren.Die Ämter sollten mal die ewige Bürokratie weglassen. Mit freundlichen Grüßen Lutz Schulz

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