Im Portrait: der Naturpark Dahme-Heideseen

Im Portrait am 17. Juli 2013

Der Naturpark Dahme-Heideseen repräsentiert einen typischen Ausschnitt der Jungmoränen­landschaft innerhalb des Ostbrandenburgischen Heide- und Seengebietes. Das Naturpark­gebiet erstreckt sich südöstlich von Berlin von der Siedlungsachse Königs Wusterhau­sen/Bestensee und der Autobahn A 12 im Norden bis zum Unterspreewald sowie zur Krummen Spree im Süden. Im Westen reicht der Naturpark u.a. bis an die Autobahn A 13 und Teupitz, im Osten bis zur Bundesstraße B 246 zwischen Storkow und Wendisch‑Rietz.

 

Panorama Paddenpfuhl Im Portrait: der Naturpark Dahme Heideseen

Seen, Fließgewässer und Quellen, Moore, Talsandebenen, End- und Grundmoränen sowie Dünen sind für das Gebiet ebenso landschaftsprägend wie sehr weiträumige, unzersiedelte Waldgebiete. Charakteristische Bestandteile einer kleinräumig und extensiv genutzten Kulturlandschaft stellen artenreiche Ausbildungen von Feucht- und Frischwiesen sowie Altobstbestände, Feldgehölze, Bauernkiefernwälder, Baumreihen und Alleen dar.

Die Gewässer mit ihren Ufer- und Verlandungszonen sowie zahlreiche, zumeist kleinere Kessel- und Verlandungsmoore sind als Lebensräume im Naturpark besonders prägend. Das Zentrum des verzweigten Gewässernetzes bildet die Dahme (einschließlich Dahme-Umflutkanal). Bei Prieros münden die Teupitz‑Köriser Seenkette und der östlich gelegene Gewässerverbund des Storkower Kanals (einschließlich Groß Schauener Seenkette und  Wolziger See) in die Dahme. Im Gebiet des Naturparks befinden sich mehr als 100 Seen mit einer Wasserfläche über 1 ha. Das Gewässernetz ist Bestandteil eines großräumigen, gebietsweise überregionalen Biotopverbundes zwischen dem Spreewald im Süden und dem Gewässersystem des Berlin-Fürstenwalder Urstromtals im Norden, der von großer Bedeutung für den vom Aussterben bedrohten Fischotter ist.

Über die Hälfte der Naturparkfläche ist mit Wald bedeckt. Bedingt durch die ehemalige Altersklassen-Bewirtschaftung ist die Kiefer die dominierende und derzeit zumeist einzige Baumart in den Beständen. Mit Erlenbrüchen, Eichenmischwäldern und Flechten-Kiefernwäl­dern sind vereinzelt Reste naturnaher Waldbestockungen vorhanden. Auf halboffenen Dünen- und Moränenhanglagen sind verschiedene Ausbildungen von Sandtrockenrasen charakteristisch.

Durch den Gewässerreichtum in Verbindung mit den ausgedehnten und störungsarmen Waldgebieten bildet der Naturpark einen bedeutsamen Lebensraum für  gefährdete Großvogelarten wie Seeadler, Fischadler und Kranich.

Die grundwassernahen Talsandstandorte der Offenlandschaft werden landwirtschaftlich als Grünland genutzt. Ackerbau wird auf den nährstoffreicheren Moränenstandorten sowie im Bereich entwässerter Niedermoorgebiete betrieben. Mehrere der im Gebiet ansässigen landwirtschaftlichen Betriebe bewirtschaften ihre Flächen bereits in extensiver Form.  Fischereiwirtschaftliche Nutzung findet vor allem für die größeren, nährstoffreicheren Seen statt, an den Kossenblatter Seen wird traditionell Teichwirtschaft betrieben.

Die Gewässerabschnitte der Bundes- und Landeswasserstraßen bilden als Wasser­wanderwege sowie zusammen mit weiteren Seen auch als Badegewässer Schwerpunkt­bereiche der Erholungsnutzung. Im Bereich sowie in der Nähe von Ortslagen sind viele Uferabschnitte durch Freizeit- und Wochenendhaussiedlungen landschaftlich beeinträchtigt und für Erholungssuchende häufig nicht zugänglich.

uebersichtskarte 620x460 Im Portrait: der Naturpark Dahme Heideseen

Ein Beitrag von Naturpark Dahme-Heideseen

Naturpark Dahme-Heideseen

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15754 Heidesee

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