Der Große Feldberg

Prominent am 18. März 2026

Der Große Feldberg © Taunus Touristik Service e. V.

Bei dem Begriff Prominent (laut Wikipedia „beruflich oder gesellschaftlich weithin bekannt, berühmt, einen besonderen Rang einnehmend“), muss man im Taunus nicht lange überlegen. Mit seinen 879,5 m ist der Große Feldberg der höchste Gipfel im Naturpark Taunus und einer seiner bekanntesten Anziehpunkte. In Hessen liegt er damit auf Platz zwei hinter der Wasserkuppe mit 950,0 m.

Gemeinsam mit dem kleinen Feldberg (825,2 m) ist der Große Feldberg Teil des Taunushauptkammes – eine rund 75 Kilometer lange Gebirgslinie, die unter anderem den Vordertaunus und den Hintertaunus trennt. Als markanter Blickfang ist der Gipfel jedoch weit über diese Region hinaus sichtbar: Von zahlreichen Aussichtspunkten im Taunus, aber auch vom Rheintal und dem Westerwald, lässt sich der Große Feldberg gut erkennen.

Doch nicht nur geografisch ist der Große Feldberg – regional nur „der Feldberg“ interessant, auch geschichtlich hat er, gemeinsam mit dem Kleinen Feldberg, einiges zu bieten Der markante Fernmeldeturm wurde 1937 errichtet, ist über 50 Meter hoch und umfasst 16 Stockwerke. Er zählt zu den ältesten Fernsehtürmen Deutschlands, wurde im zweiten Weltkrieg größtenteils zerstört und im Jahr 1950 wieder aufgebaut wurde.

Eine ebenfalls interessante Geschichte hat der kleine Feldberg zu bieten. Auf seinem nicht zugänglichen Gipfel befindet sich das Taunus-Observatorium—eine 1914 von der Johann Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt übernommene Außenstelle des Institutes für Meteorologie und Geophysik. In verschiedenen Gebäuden, die vor Blicken gut geschützt liegen sind unter anderem eine Erdbebenwarte, eine aerologische Station für Luftmessungen, die Hans-Ludwig-Neumann-Sternwarte sowie mehreren Funkmasten für unterschiedliche Zwecke untergebracht.

Auch touristisch hat das Gebiet rund um den Großen Feldberg viel zu bieten. Neben gut sichtbaren Attraktionen findet man hier auch weniger auffällige, aber ebenso spannende Zeugnisse der Geschichte, wie den Limes. Wer sich umfassender zu touristischen Angeboten informieren möchte, kann dies im Infozentrum des Taunus Touristik Service tun.

Ein beliebtes Wanderziel ist das Gipfelkreuz, das seit 2011 auf dem Plateau steht. In unmittelbarer Nähe befindet sich einen Kinderspielplatz, der ein Teil des Limeserlebnispfads ist. Einen spektakulären Ausblick über das Usinger Land bietet der Brunhildisfelsen, ein Quarzit-Felsen dessen Name auf eine alte Legende zurückgeht. Ebenfalls sehenswert ist der Falkenhof mit Falknerei, in dem verschiedene Vogelarten aus nächster Nähe erlebt werden können.

Sportlich Aktive kommen am und rund um den Großen Feldberg ebenfalls auf Ihre Kosten. Mit zwei Downhillstrecken die direkt auf dem Plateau starten, ist der Bikepark eine Attraktion für alle Adrenalinliebhaber. Der Mountainbike-Flowtrail Großer Feldberg führt in drei Abschnitten vom Parkplatz „Windeck“ unterhalb des Feldberggipfels hinab zur Oberurseler Hohemark und zum Taunusinformationszentrum. Die Gesamtlänge beträgt rund 3,8 km.

Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, findet rund um den Feldberg eine Vielzahl gut ausgeschilderter Wanderwege. Mit über 200 Wander- und Erholungswegen und einer Gesamtlänge von mehr als 1.200 km.

Blick auf den Großen Feldberg © Taunus-Touristik e.V. Florian Trykowski

Schaut man von Süden auf das Taunusmassiv, fällt einem neben dem Großen Feldberg vor allem der Altkönig auf. Gemeinsam mit dem Großen und dem Kleinen Feldberg bildet er den Höhenschwerpunkt des Hochtaunus, mit seinen 798,2 m ist er der dritthöchste Berg des Taunus.

Der Name Altkönig ist auf das keltische Wort „alkin“ zurückzuführen, welches „Höhe“ bedeutet. Der keltische Einfluss auf das Gebiet lässt sich heute noch direkt erkennen.  So wird der Gipfel des Altkönigs von einer Ringwallanlage aus Taunusquarzit umschlossen, welche auf etwa 400 v. Chr. datiert wird.

Ebenfalls liegt auf dem Altkönig die Ringwallanlage Hünerberg, welche vermutlich im Frühmittelalter von den Franken angelegt wurde.

Weiter unterhalb des Gipfels befindet sich die Weiße Mauer. Dies ist eine Blockschutthalde aus Quarzit, welche in der Eiszeit durch Gletscherbewegungen entstanden ist und sich auf dem Nordosthang des Altkönigs befindet. Bei Sonnenlicht erscheinen die Quarzitbrocken in einem weißen Glanz, was der Schutthalde ihren Namen verliehen hat.

Auf dem Altkönig liegt das Naturschutzgebiet Altkönig sowie das gleichnamige Flora-Fauna-Habitat-Gebiet.  Die Gipfellandschaft des Altkönigs zeichnet sich durch vielfältige Lebensräume aus. So findet sich auf dem Altkönig ein krüppelförmiger Buchenbestand mit einigen Birken, Ebereschen und Mehlbeeren. Es handelt sich um das letzte natürliche Waldgebiet dieser Art in dieser Höhenlage. Einige alte Eichen, die sich auf dem Gipfel finden, bilden zudem einen Lebensraum für den stark gefährdeten Hirschkäfer. Die Felsbrocken der Blockschutthalden werden von besonderen Flechten und Moosen besiedelt.

In der Vergangenheit gab es immer wieder Bestrebungen, einen Gipfelturm auf dem Altkönig zu errichten. Das Vorhaben scheiterte jedoch mehrmals. Dies, sowie die Tatsache, dass der Altkönig nur zu Fuß erreichbar ist, haben dazu geführt, dass der ursprüngliche Gipfelcharakter bis heute gut erhalten geblieben ist.

Wanderfreunde kommen auf sowie rund um den Altkönig auf ihre Kosten, da der Altkönig von einem gut erschlossenen Wegenetz umgeben ist. Der Gipfel selbst ist gut vom Großen Feldberg oder der Hohemark aus zu erreichen, hier finden sich auch einige Parkplätze für alle, die mit dem Auto anreisen. Auch für hungrige Wanderer ist gesorgt, so befinden sich die Fuchstanzgasthäuser in direkter Nähe.

Weitere Informationen zum Thema Wandern im Naturpark Taunus gibt es hier: Wandern

 

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