Lahnwein – eine echte Rarität

Produkt des Monats am 17. Oktober 2018
Weinbergslagen bei Obernhof Stefan Eschenauerb Lahnwein – eine echte Rarität

Weinbergslagen bei Obernhof © Stefan Eschenauer

Die Blütezeit des Weinbaus an der Lahn war Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts. Das Kloster Arnstein, 1139 gegründet, hatte bereits zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert mit Weinbergen von Laurenburg bis Lahnstein, zeitweise sogar an Rhein und Mosel, für eine beachtliche Ausdehnung des Anbaugebietes gesorgt.

Um 1880 siedelten sich an der unteren Lahn einige Winzer von der Mosel an und kauften brachliegende Weinberge in Obernhof und Weinähr. Sie setzten auf Riesling, bauten aber auch Kleinberger (Elbling) und Spätburgunder an.

Demzufolge gab es früher im Bereich der unteren Lahn etliche Winzer, die ihre Trauben kelterten, oft auch einfach für den eigenen Hausgebrauch. Heute gibt es nur noch fünf dieser Idealisten, die mit hohem Einsatz die zurzeit verbliebenen sieben Hektar Weinanbaufläche an der Lahn erhalten möchten und den überwiegenden Teil ihrer Produkte selbst vermarkten.

Sowohl im Goetheberg bei Obernhof als auch in der Weinährer Giebelhöll ist der Schieferboden vorrangig. Hier wachsen fruchtige Spätburgunder Weine ebenso wie Müller-Turgau und natürlich auch Riesling, die heute von den Lahnwinzern ausgeschenkt werden. Seit 1971 sind die Anbauflächen an der Lahn kein eigenes Weinanbaugebiet mehr, sondern gehören zum Weinbaugebiet Mittelrhein. Derzeit laufen in Obernhof und Weinähr Flurbereinigungsverfahren mit dem Ziel die Anbauflächen wieder zu vergrößern.

Mehr zu Weinen von der Lahn und wo sie ausgeschenkt werden erfahren Sie hier.

 

 

Ein Beitrag von Verband Deutscher Naturparke

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