Naturpark-Schule Prieros baut ein Hotel für die Insekten

Sich dem Insektenschutz und den Blühflächen zu widmen ist eine wichtige Aufgabe des Naturparks. Bereits die Kleinsten können hier viel lernen und bewirken. Deswegen hat der Naturpark ein Projekt mit der Naturpark-Schule Prieros gestartet. In diesem Projekt soll ein Bienenhotel so gestaltet werden, dass solitäre Bienen und wilde Wespen ihre Eier in das angebotene Material ablegen. Das fertige Hotel soll im späten Frühjahr auf dem Gelände des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz in Potsdam aufgestellt werden.

An dem Projekt beteiligt sind die Schüler und Schülerinnen der dritten Klasse der Grundschule Prieros. In einer aktiven Insektenschutzstunde lernten die Kindern zunächst wie man Wildbienen und Wespen schützen und ihnen helfen kann. Auf diese Theoriestunde baut eine weitere Praxisstunde auf. Die Schüler und Schülerinnen bauen ihr eigenes Bienenhotel und bestücken es anschließend.

Rote Mauerbiene verschließt ihr Brutloch Wolfgang Klaeber 620x426 Naturpark Schule Prieros baut ein Hotel für die Insekten

Rote Mauerbiene verschließt ihr Brutloch (Wolfgang Klaeber)

Wichtig bei dem Bau eines Bienenhotels ist es, die grundsätzlichen Ansprüche der Tiere zu beachten. Da wäre z. B. der Schutz vor Fressfeinden wie Vögel. Dazu kann man ein Gitter vor das Bienenhotel schrauben. Beim Aufstellen des Hotels sollte zudem der richtige Standort ermittelt werden, denn Wildbiene und Wespen mögen sonnige, warme Plätze und benötigen in der Nähe Blühpflanzen, um ihren Hunger zu stillen. Weiterhin sind die richtigen Materialien wie z. B. Bambus, Schilf oder Holzklötze mir Bohrlöchern geeignet. Kienäpfel oder Rinde sollten hingegen nicht in ein Bienenhotel. Hier fühlen sich Ohrenkneifer oder Marienkäfer wohl. Diese können Bienenlarven zum Verhängnis werden, da die eingelagerten Pollen und auch die Eier eine wohlschmeckende Nahrungsquelle für sie sind. Natürlich ist es auch wichtig diese kleinen Nützlinge zu schützen. Daher kann man an einem anderen Ort Florfliegen, Marienkäfern, Käfern, Ohrenkneifern und all den anderen kleinen Insekten Schutz bieten. Hierfür eignen sich z. B. mit Stroh gefüllte, umgedreht aufgehängte Blumentöpfe.

Um zum Schutz der Bienen beizutragen, muss man nicht zwingend ein Bienenhotel aufstellen. Um zu helfen reicht es schon ein paar heimische Wildstauden in seinem Garten zu pflanzen oder mal das Fahrrad anstelle des Autos zu benutzen, da der Klimawandel das Insektensterben stark beeinflusst. Es gibt viele kleine Dinge die jeder von uns zum Insektenschutz beitragen kann und das ist etwas ganz Wichtiges! Die ca. 570 heimischen Bienenarten leisten neben der Produktion von leckerem Honig und duftenden Wachs einen großen Beitrag an der Bestäubung von Obst und Gemüse. So können Äpfel, Gurken und Birnen reifen. Wildbienen übernehmen zudem den Großteil der Bestäubung der Wild- und Kulturpflanzen. Dadurch verhindern sie das Aussterben vieler Pflanzenarten. Es gibt viele Möglichkeiten sich zum Wildbienenschutz zu Informieren und wenn jeder von uns seinen Beitrag leitet, geben wir diesen Arten eine große Chance.

Ein Beitrag von Naturpark Dahme-Heideseen

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