Wie überstehen die Bienen des NABU Dahmelands den Winter?

Naturparke Neuigkeiten am 19. November 2018

Seit April 2018 steht im Garten des NABU Dahmeland ein Bienenvolk. Seit der letzten Tracht im Juli haben sich die fleißigen Tiere auf die kalte Jahreszeit vorbereitet. Doch wie schaffen es die kleinen Tiere, den kalten Winter zu überstehen?

Dafür überwintern die Honigbienen gemeinsam im Bienenstock. Hier halten sie – entgegen der häufigen Annahme – aber keinen Winterschlaf. Von August bis Oktober wurden die Winterbienen herangezogen, welche gemeinsam mit der Bienenkönigin die kalte Jahreszeit im Bienenstock verbringen. Die Winterbienen bilden eine Wintertraube, in welcher die Tiere sich dicht aneinander drängen. Je kälter es ist, desto enger kuscheln sie sich aneinander. In der Mitte der Traube befindet sich die Bienenkönigin. Die Bienen an der Außenseite werden regelmäßig abgelöst, damit sie nicht auskühlen. Durch Muskelkontraktion erzeugen sie Wärme. So kann die Temperatur im Bienenstock auf bis zu 30 °C steigen. Im November und Dezember jedoch, wenn sich keine Brut im Bienenstock befindet, benötigen die Bienen nur Temperaturen um 15 °C.
Als Nahrung nutzen die Bienen die Vorräte, die sie sich angelegt haben. Da ein Teil des Honigs aus den Waben entnommen wurde, erhielt das NABU-Volk direkt nach der Entnahme erstmals fünf Kilogramm Winterfutter. Zwei weitere Zugaben von jeweils fünf Kilogramm Futter folgten bis Ende September. Da die Bienen den ganzen Winter aushalten müssen, ohne auf Toilette zu gehen, dürfen im Winterfutter nur wenige Ballaststoffe enthalten sein.
Mit dem Futter sowie mit ihrer interessanten Überwinterungs-Strategie überstehen die Bienen also auch den kalten Winter.
Wenn es zum Ende des Winters oder im Frühling wieder wärmer wird, schwärmen die Tiere zu einem Reinigungsflug aus.

Auch interessant: Im Gegensatz zu den im Sommer lebenden Bienen haben die Winterbienen eine deutlich höhere Lebenserwartung – sie können zwischen 4 und 7 Monaten alt werden, während die Bienen im Sommer lediglich 2 bis 6 Wochen leben.

 

 

Ein Beitrag von Naturpark Dahme-Heideseen

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