Naturpark Taunus

Naturpark Taunus © Taunus-Touristik e.V. Florian Trykowski
Der Taunus ist ein Mittelgebirge in Hessen und gehört zu den ältesten Gebirgen Deutschlands. Er entstand durch eine Plattenkollision, die etwa 400 Millionen Jahre alte devonische Ablagerungen zu einem Gebirge aufgeschoben und verfaltet hat. Im Laufe der Zeit wurden die ursprünglich hohen Berge durch Erosion stark abgetragen, sodass heute eine eher hügelige Landschaft entstanden ist. Die Landschaft zeichnet sich außerdem durch ausgedehnte Laubmischwälder aus, überwiegend Eichen- und Buchenwälder. In den Tälern findet sich eine Vielzahl von Bächen und Quellen, darunter auch einige Heilquellen. Zudem kann man an vielen Orten faszinierende Gesteinsformationen aus Schiefer und Taunusquarzit sehen, welche die für den Taunus charakteristischen Gesteinsarten sind.

Keltische Ringwälle auf dem Altkönig © Taunus Touristik Service e.V.
Auf einer Fläche von etwa 1347 km² bietet der als „Qualitäts-Naturpark“ zertifizierte Naturpark Taunus umfangreiche Aktivitäten. Mehr als 200 Wander- und Erholungswege führen durch die abwechslungsreiche Landschaft des Naturparks, darunter auch der 190 km lange Schinderhannespfad, von welchem ein 39 km langer Abschnitt als Qualitätswanderweg „Taunus Schinderhannes Steig“ zertifiziert ist. Aber auch andere Aktivitäten wie Fahrradfahren, Mountainbiken, oder Kanu fahren kann an vielerlei Orten nachgegangen werden.
Ein besonderes Highlight sind die Erlebnispfade, welche im gesamten Naturpark Taunus verteilt sind und vielfältige Themen behandeln. Von Waldbewohnern bis hin zu geschichtlichen Themen, hier kommt jeder auf seine Kosten. Um allen ein Naturerlebnis zu ermöglichen, wurden verschiedene Touren als barrierearme Wanderwege für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen klassifiziert.
Der Naturpark Taunus bietet neben Natur auch zahlreiche kulturhistorische Stätten aus verschiedenen Epochen der Menschheitsgeschichte. So verläuft beispielweise entlang des Limes der 87 km lange Qualitätswanderweg „Limeserlebnispfad“, welcher an zum Teil rekonstruierten Kastellen und Wachtürmen vorbeiführt. Auch Spuren aus keltischer Zeit lassen sich im Naturpark finden, zum Beispiel in Form von ehemaligen Ringwallanlagen und Grabhügeln. Ebenfalls beliebte Ausflugsziele sind die Burgen in Königstein, Kronberg und Eppstein, sowie die ehemalige Wallfahrtskirche am Landstein, die über einen Zeitraum von 6 Jahren durch den Naturpark instandgesetzt wurde und schließlich der Öffentlichkeit übergeben wurde.

Kirchruine Landstein © Naturpark Taunus
Für junge Camping-Interessierte steht im Naturpark Taunus der Jugend-Zeltplatz Kammerforst zur Verfügung, der Platz für bis zu 60 Personen bietet. Hier können Jugendgruppen und Familien oder gemütliche Abende am Lagerfeuer verbringen.
Der Naturpark Taunus bietet ganzjährig eine Vielzahl von Möglichkeiten, seine atemberaubende Landschaft und vielfältige Flora und Fauna zu erkunden. Dafür gibt es ein breites Angebot an geführten Touren für Klein und Groß: Von Waldbaden über Clean-up-Touren, Amphibienführungen, Bacherforschungen bis hin zu einer netten After-Work Runde. Neben festgelegten Terminen besteht auch die Möglichkeit, individuelle Touren zu buchen.

Familienausflug im Naturpark Taunus © Taunus-Touristik e.V. Florian Trykowski
Der Naturpark beherbergt derzeit 7 zertifizierte Naturpark-Schulen und -Kitas, welche sich dazu verpflichtete haben, Naturparkthemen sowie Inhalte für nachhaltige Entwicklung in den pädagogischen Alltag zu integrieren.
Weitere Informationen gibt es hier: Naturparkschulen & Kitas
Ein Beitrag von Verband Deutscher Naturparke
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