Obst ernten und Saft pressen direkt auf der Streuobstwiese

Es ist Herbst, auf den Streuobstwiesen sind die Äpfel reif. Daher hat der Verein Äpfel & Konsorten e.V. zur Obsternte auf die Streuobstwiese nach Philadelphia eingeladen.

Der Verein unterhält und pflegt auf mehreren Flächen artenreiche Streuobstwiesen. Vorzeigewiese von Äpfel & Konsorten ist die „Luchwiese“ in Philadelphia bei Storkow. Sie ist 0,8 ha groß und nicht nur eine Streuobstwiese, sondern auch ein Obst- und Sortengarten. Als Obstgarten wird die Altfläche, auf der viele alte Apfel-, Wildpflaumen- und Birnenbäume stehen, bezeichnet. Die an den Altbestand angrenzende Neufläche setzt sich zusammen aus dem Ministersortengarten und der Patenbaumfläche. Gemeinsam mit allen 16 deutschen Umweltminister:innen hat Äpfel & Konsorten e.V. mit Unterstützung der Naturparkverwaltung anlässlich der 88. Umweltministerkonferenz in Bad Saarow 2018 den “Ministersortengarten” angelegt, der heute als Schaugarten für Führungen und Workshops genutzt wird.

Bei herrlichem Sonnenschein hat der Verein gemeinsam mit dem Kooperationspartner „Ostmost“ jetzt die Obsternte organisiert. Viele fleißige Helfer:innen haben rund 2.000 kg Äpfel ernten können, die direkt vor Ort in „Mazes Mobiler Mosterei“ zu Apfelsaft verpresst wurden. Auch Obst aus dem Ort wurde direkt verarbeitet.

Apfelernte2 620x413 Obst ernten und Saft pressen direkt auf der Streuobstwiese

(© Carsten Preuß)

Ein frisches Lebensmittel aus Früchten der Region vor Ort erzeugt. Das ist Nachhaltigkeit pur.

Für die Weiterverarbeitung zum Most wurde die Ernte wir mit Hilfe von Erntenetzen durchgeführt. Dazu wird der Untergrund zuerst von bereits gefallenen Früchten befreit. Danach werden die Erntenetze unter den Baum gelegt und das Obst von den Ästen geschüttelt. Die Früchte werden dann nur noch aufgesammelt. Für Tafelobst ist diese Methode allerdings nicht geeignet – die Stoßstellen an den Früchten wären nicht wünschenswert. Hier muss das Obst mit der Hand gepflückt und auch entsprechend umsichtig verpackt und abtransportiert werden.

Streuobstwiesen bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum und sind zugleich Symbol für eine umweltverträgliche Landbewirtschaftung. Totholz und Baumhöhlen sowie die Früchte und Blüten der Obstbäume und der artenreichen Wiesen bieten vielen Arten eine Lebensgrundlage. Durch die Kombination von Bäumen und Wiesen und die dadurch entstehenden kleinräumig wechselnden Licht- und Schattenverhältnisse entsteht eine große Strukturvielfalt, die die Streuobstwiese als besonderen und einzigartigen Lebensraum auszeichnet.

Erschlossen ist die Streuobstwiese in Philadelphia u. a. über den 8,5 Kilometer langen Salzweg bei Storkow. Der Salzweg gewährt Ein- und Ausblicke in die faszinierende Welt der Salzwiesen. Im Besucherzentrum des Naturparks, in der Burg Storkow, stehen leckere Säfte und Cidre aus handgeernteten, frischen Äpfeln von natürlichen Streuobstwiesen im Angebot.

Naturpark Dahme-Heideseen

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