Freiwillige des Bergwaldprojektes beseitigen militärische Spuren im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide

Vom 5. bis 18. September arbeiteten gut 40 Freiwillige des Bergwaldprojekts aus ganz Deutschland im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide für den Naturschutz. Bei den jeweils einwöchigen Einsätzen halfen sie mit, militärische Hinterlassenschaften auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Schwinzer Heide abzubauen und aus der Fläche zu bringen. Ziel der Arbeitswochen war es, gemeinsam die Renaturierung der Fläche, die zum „Nationalen Naturerbe“ gehört, weiter voranzubringen. Der Einsatz sensibilisierte die Freiwilligen für eine nachhaltige Lebensweise in ihrem Alltag.

Die Freiwilligen des Bergwaldprojekts bauten in Handarbeit die Überreste der Sicherungsanlagen, die weit verstreut im Areal der ehemaligen militärischen Liegenschaft zu finden sind, ab. Zaunreste, Stahl-Betonteile und Drähte stellen oftmals Fallen für Wildtiere und eine Gefahr für den Menschen dar. Im Rahmen des Bergwaldprojekteinsatzes wurden sie entfernt und beseitigt. Innerhalb der nächsten 15 Jahre sollen die Flächen dann sich selbst überlassen werden und der Wald sich natürlich entwickeln können. Auch die oberirdischen Gebäude wurden größtenteils entfernt, die Bunkeranlagen und Keller werden nun fledermausgerecht umgebaut und gesichert. Die Arbeit der Ehrenamtlichen wurde von Fachleuten des Bergwaldprojekts angeleitet – in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide und der Stiftung Reepsholt, in deren Eigentum die ehemalige Militärfläche übertragen wurde.

 

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Mit tatkräftigem Einsatz und viel Handeinsatz beseitigen die Freiwilligen des Bergwaldprojektes die militärischen Hinterlassenschaften im Wald bei Bossow. Foto: Ralf Koch

Naturparkleiter Ralf Koch freute sich über den Einsatz der Ehrenamtlichen im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide: „Wir sind sehr dankbar dafür, dass sich die Freiwilligen des Bergwaldprojektes dieser schwierigen Aufgabe stellen wollen, die ohne die vielen helfenden Hände kaum zu leisten wäre.“

Bei den Einsätzen sieht Katja Fuchs, Projektleiterin des Bergwaldprojekts, noch einen weiteren Aspekt: „Wer sich freiwillig tatkräftig für den Naturschutz engagiert, entwickelt auch eine neue Beziehung zur Natur. Die in der Einsatzwoche gemachte Erfahrung der Selbstwirksamkeit motiviert die Teilnehmenden darin, auch den eigenen Alltag naturverträglicher und ressourcenschonender und damit zukunftsfähiger zu gestalten.“

Neben der praktischen Arbeit gab es, wie bei allen Projektwochen, einen gemeinsamen Exkursionsnachmittag, um die vielfältigen lokalen Natur- und Landschaftsschutzaspekte des Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide und dessen Bedeutung für Mensch und Natur zu erfahren. Untergebracht waren die Gruppen in einer Ferienanlage. Eigene Kochteams kümmerten sich mit vegetarischer Vollwertkost – mit regionalen und saisonalen Zutaten – um die Verpflegung der Freiwilligen.

Bergwaldprojekt e.V.

Das Bergwaldprojekt e.V. mit Sitz in Würzburg organisiert deutschlandweit Freiwilligen-Wochen mit jährlich mehr als 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in über 140 Projektwochen an mehr als 70 Einsatzorten in Deutschland. Schwerpunkte der Arbeiten sind neben Biotop- und Artenschutz auch Waldumbau und -pflege sowie Moorwiedervernässungen.
Ziele der Arbeitseinsätze sind, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Der Verein finanziert sich größtenteils aus Spenden.

 

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Zaunreste, Stahl-Betonteile und Drähte stellen oftmals Fallen für Wildtiere und eine Gefahr für den Menschen dar. Foto: Ralf Koch

 

 

 

Ein Beitrag von Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide

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