10 neue Sternenbeobachtungsplätze im Naturpark warten auf Besucher

Februar 2021

Ein Beitrag von Katja Frick / SVZ

Karow. Es sind Ferien und wegen der aktuellen Corona-Situation mussten die meisten Urlaubsfahrten ausfallen. Doch es gibt direkt vor unserer Haustür so viel zu entdecken, dass keine Langeweile aufkommen muss. So wurden im Dezember von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt zehn Sternenbeobachtungsstationen im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide fertiggestellt, zu denen sich ein Ausflug auch am Tage lohnt.

Die Orte für Sternenfreunde sind die Voraussetzung für die Zertifizierung des Naturparks als erster Sternenpark in Norddeutschland. Um diesen Titel wollen sich die Verantwortlichen im Frühjahr bewerben. Vier weitere Sternenparks gibt es bisher bundesweit. Sie zeichnen sich durch besondere Dunkelheit aus. In den Großstädten sind wegen der Lichtverschmutzung Sterne oft kaum noch zu erkennen. Ganz anders an den zehn Plätzen in der Nossentiner/Schwinzer Heide, wo bei klarem Himmel die funkelnde Sternenpracht in ihrer ganzen Schönheit entdeckt werden kann. Die zehn Orte gehören zu den drei Landkreisen Rostock, Mecklenburgische Seenplatte und Ludwigslust-Parchim. Alle befinden sich an Wander- und Radwegen, zum Teil auch an schon bestehenden Aussichtstürmen.

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Die bequemen Liegen laden ein, den Nachthimmel zu genießen. Foto: Archiv Naturpark

Jede Station wurde mit mindestens einer geschwungenen Doppel-Liege zur bequemen Himmelsbeobachtung ausgestattet, mit Informationstafeln sowie Sternenkarten zum Winter- und Sommerhimmel. Jeder Sternenbeobachtungsplatz beschäftigt sich mit einem speziellen astronomischen Thema, zum Beispiel mit dem Einfluss der Sonnenfleckenaktivität auf das Klima, Lichtverschmutzung, nachtaktiven Tieren, sternenparkkonformer Beleuchtung oder Gesteinsbildung durch Asteroideneinschlag. „Normalerweise, wenn unser Informationszentrum im Karower Meiler wieder öffnen kann, werden dort auch Ferngläser und Teleskope für die Sternenbeobachtung über Nacht ausgeliehen“, erläutert Naturparkchef Ralf Koch.

Auch Sternenführer sollen hier in Workshops zukünftig ausgebildet werden. „Diese Sternenführer sollen dann auf Anfrage von Einzelpersonen und Gruppen zum Beispiel die Beobachtung mit den anspruchsvolleren Teleskopen ermöglichen“, erklärt Marina Kahrmann. Sie war Projektleiterin für den Aufbau der Sternbeobachtungsstationen und leitet jetzt die Fortsetzungsprojekte auf dem Weg zum Sternenpark. Solange das Naturparkzentrum wegen des Lockdowns noch geschlossen hat, kann sich jeder Sternenfreund auch einfach ein Fernglas von zu Hause mitnehmen. „Wenn Corona vorbei ist, sollen die zehn Orte für Sterngucker noch offiziell eingeweiht werden“, verspricht Marina Kahrmann.

 

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Am Sternenbeobachtungsplatz in Neu Sammit. Foto: Torsten Schönfuß

Die Sternenbeobachtungsplätze befinden sich hier:

  1. Kinder- und Jugendbegegnungsstätte Neu Sammit
  2. Neubauer Blick am Krakower Obersee
  3. Kirch Kogel, Eingangsbereich in den Naturpark
  4. Am Fledermaus-Lehrpfad Bossow
  5. Dobbin bei Dobbertin
  6. Aussichtsturm am Hellberg bei Goldberg
  7. Aussichtsturm Rothirsch bei Sandhof
  8. Am Park von Klocksin
  9. Jugendwaldheim der Landesforst bei Loppin
  10. Gesteinsgarten Ortkrug
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Übersichtskarte mit Sternenbeobachtungsplätzen (Karte: Naturpark)

 

Ein Beitrag von Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide

Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide

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