Es blüht im Naturpark Holsteinische Schweiz!

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An der Ölmühle, Foto: M. Wenzel/NPHS

Blühflächen aus heimischen Gräsern und Kräutern können einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Insekten- und Pflanzenvielfalt leisten und erfreuen zudem das menschliche Auge. Ein wichtiges Kriterium bei der Anlage solcher Flächen ist das richtige Saatgut: Ist das Ziel ein ökologisch besonders wertvoller Pflanzenbestand, sollten Samen zum Einsatz kommen, die von heimischen Arten stammen  und außerdem ihren Ursprung in der jeweiligen Region haben. Seit März 2020 ist dies sogar durch das Bundesnaturschutzgesetz für alle Ansaaten in der „freien Natur“ verpflichtend. Ackerrandstreifen oder Flächen im Siedlungsbereich mit nicht-heimischen Arten, wie z.B. Sonnenblume, Phacelia und Rotem Lein spenden ebenfalls Nektar und Pollen für manche Insekten; die Larven vieler Arten benötigen allerdings als Nahrungsgrundlage die heimischen Pflanzen.

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So sah die oben abgebildete Fläche im letzten Herbst aus. Foto: M. Wenzel/NPHS

Im Spätherbst 2019 wurden mit Unterstützung des Naturparks Holsteinische Schweiz e.V. in einigen Gemeinden des Naturparks mehrjährige Blühflächen angelegt und weitere sollen in diesem Jahr folgen. Jetzt, im ersten Jahr nach der Ansaat, gibt es dort schon einige Blüten zu sehen: es sind vor allem die einjährigen Arten, wie Kornblume und Klatschmohn, die zurzeit blühen. Sie werden in den nächsten ein bis zwei Jahren verschwinden und die mehrjährigen Arten, wie Schafgarbe, Wiesenmargerite und Rundblättrige Glockenblume gelangen zur Blüte. Generell gilt: Geduld ist gefragt; gerade auf nährstoffarmen Böden kann es sein, dass „Magerrasenarten“ erst im zweiten und dritten Jahr nach der Ansaat in größeren Mengen blühen.

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Kornblume (Centaurea cyanus) an der Ölmühle in Plön. Diese einjährige Blume blüht nach der Herbstaussaat bereits im folgenden Jahr, wenn die mehrjährigen Arten noch keine Blüten bilden, verschwindet dann aber bald von der Blühfläche. Foto: M. Wenzel/NPHS

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Auch eine einjährige Art, die sich aber selbst aussät und wiederkommt: der Große Klappertopf (Rhinanthus angustifolius) an der Ölmühle. Foto: M. Wenzel/NPHS

Die richtige Pflege ist für die Blütenvielfalt entscheidend: die Flächen müssen zum richtigen Zeitpunkt gemäht und das Mahdgut entfernt werden. Anderenfalls setzen sich meist schnell die Gräser durch und dominieren den Bestand. Letztere sind ebenfalls wichtig, aber eben in einem ausgewogenen Verhältnis zu den Kräutern.

Bei korrekter Pflege können die Blühflächen dauerhaft bestehen und einen hochwertigen Lebensraum für Pflanze und Tier bieten.

Gemeinden innerhalb des Naturparks, die Blühflächen anlegen möchten, können sich gerne beim Naturparkverein unter 04522 74 93 80 melden. Wir geben Tipps zur Anlage, Pflege und Förderung.

 

Ein Beitrag von Naturpark Holsteinische Schweiz

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