Naturpark Elbhöhen-Wendland

Hügellandschaft des Drawehn Bild Manfred Fortmannb Naturpark Elbhöhen Wendland

Hügellandschaft des Drawehn © Manfred Fortmann

Mit einer Gesamtfläche von 1.160 Quadratkilometern erstreckt sich der Naturpark Elbhöhen-Wendland über die Landkreise Lüchow-Dannenberg und Lüneburg. Bereits 1968 (als Naturpark Elbufer-Drawehn) gegründet, gehört er zu den “Älteren” seiner Art. Der Naturpark Elbhöhen-Wendland ist eine Naturlandschaft, die gegensätzlicher kaum sein kann. Hier gehen Feucht- und Trockenlebensräume eine enge Nachbarschaft ein. Der Naturpark ist daher Heimat vieler, zum Teil selten gewordener Tier- und Pflanzenarten. Auf trockenen Heiden und Magerrasen entfaltet sich im Frühjahr eine Blütenpracht ohnegleichen – ein Eldorado für Schmetterlinge und andere Insekten. Auch der Ameisenlöwe lauert hier in seinem Sandtrichter auf Beute… An Fluss- und Bachufern und in zahlreichen Gewässern laden Frösche, Kröten und Unken zum frühsommerlichen Konzert.

Luftbild Lübeln Bild EWTb Naturpark Elbhöhen Wendland

Rundlingsdorf Lübeln aus der Luft © EWT

Reddebeitz und Meuchefitz, Mammoißel und Tolstefanz – es sind nicht nur die Namen der Orte, die manchmal etwas merkwürdig klingen, auch die Form mancher Dörfer ist es. Diese so genannten Rundlingsdörfer sind slawischen Ursprungs und haben traditionell nur einen Zugang zum Dorfplatz, um den sich die typischen niedersächsischen Ständerhäuser kreisrund scharen. Bis heute ist aber nicht eindeutig geklärt, warum die Dörfer einst rund angelegt wurden. Wahrscheinlich ist, dass die Dorfstruktur auf eine gleichmäßige Verteilung von Grund und Boden zurückzuführen ist – auf in der Regel fünf Bauernfamilien. Obwohl die traditionelle Siedlungsform oftmals nach verheerenden Dorfbränden aufgegeben wurde, blieb sie im Wendland bis heute außerordentlich gut erhalten.

Hallenhaus Rundling Bild Manfred Fortmann 2b Naturpark Elbhöhen Wendland

Niedersächsisches Hallenhaus © Manfred Fortmann

Prägend für die Rundlingsdörfer im Naturpark sind die Niederdeutschen Hallenhäuser. Die ältesten Hallenhäuser im Wendland stammen aus dem 16. Jahrhundert. Seit den 1970er Jahren stehen viele Häuser unter Denkmalschutz. Ruhesuchende Künstler und Kunsthandwerker, Intellektuelle und Aussteiger fanden in den Rundlingen über die Jahre ein neues Zuhause. Junge Familien erwarben alte Höfe, restaurierten liebevoll die Fachwerkhäuser und brachten neues Leben ins Wendland.

Neben der traditionellen Landbewirtschaftung haben sich auch viele Biohöfe etabliert. Alte Obstsorten und seltene Haustierrassen haben eine große Bedeutung und das Angebot regionaler Produkte, die häufig direkt auf den Höfen gekauft werden können, wächst stetig.

Für Gäste und Einheimische ist der Naturpark der ideale Ort für Ruhe, Erholung und Entspannung. Radfahren, Reiten und Wandern gehören zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten.

Nähere Informationen zum Naturpark Elbhöhen-Wendland finden Sie unter  www.naturpark-elbhoehen-wendland.de

 

Ein Beitrag von Verband Deutscher Naturparke

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