„Von Nikolaus und Weihnachtsmann“ − Weihnachtsbräuche in Naturparken

Bräuche in der Adventszeit liefern viel Stoff und Ideen für weihnachtliche Märkte, für Natur- und Märchenwanderungen oder für winterliche Spiel- und Erzählrunden. Naturparke vermitteln – und das nicht nur zur Weihnachtszeit – neben dem Naturerlebnis auch ein Stück Kultur und Geschichte, Brauchtum und Tradition, ein Stück von dem, was wir liebevoll Heimat nennen.

Adventszeit ohne traditionelle Weihnachtsmärkte zum Schmökern und Genießen – absolut undenkbar! Die Pappenheimer Burgweihnacht im Naturpark Altmühltal wurde unter die 100 schönsten Weihnachtsmärkte in ganz Deutschland gewählt. An den ersten zwei Adventswochenenden erwartet den Besucher ein besonderes vorweihnachtliches Flair und eine märchenhafte Stimmung mit Hunderten von Fackeln und Feuerkörben. Schon weit vom Tal sind die Lichter sichtbar und ziehen die Besucher magisch an. Als besondere Attraktion gibt es dieses Jahr eine lebendige Krippe mit Krippenspiel und für die Kleinen kommen der Nikolaus und das Christkind und verteilen Süßes.

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© Naturpark Altmühltal

Weitere Informationen zur Pappenheimer Burgweihnacht finden sie hier.

 

Gerade der Wald ist vielerorts Schauplatz von vorweihnachtlichem Treiben, denn dieser war in vergangenen Jahrhunderten oftmals ein geheimnisumwitterter Kulturraum, bevölkert von einem Sammelsurium unterschiedlichster Märchen- und Sagengestalten. “Advent im Wald” – ist ein romantischer Waldmarkt im sagenumwobenen Grenzwald im Naturpark Oberpfälzer Wald, wo bayerisch-böhmische Schmugglergeschichten Wirklichkeit waren. Kunsthandwerker bieten den Gästen in einfachen, aus Brettern gezimmerten Ständen ihre selbst gefertigten Werke an und lassen sich bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Es duftet nach Glühwein und Weihnachtsgebäck. Hunderte von Kerzen tauchen den Wald in anheimelndes Licht. Ein adventliches Erlebnis der besonderen Art, das sich niemand entgehen lassen sollte!

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© Schönseer Land

Weitere Informationen zu “Advent im Wald” finden Sie hier.

 

Schon Tradition hat im Naturpark Fichtelgebirge die Grenzweihnacht, bei der Deutsche und Tschechen gemeinsam die Vorweihnachtszeit mit einer gemeinsamen Andacht bei besinnlicher Musik und einem Adventsfeuer feiern. Mit leisen Tönen zeigt man so, dass Weihnachten ein Fest ist, dass Menschen über die Grenzen hinaus verbinden will.

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© www.selb-live.de

Weitere Informationen zur Grenzweihnacht finden Sie hier.

 

Ein weiterer Brauch, der in einigen Gemeinden des Naturparks Oberer Bayerischer Wald wieder auflebt und gelebt wird, ist das “Frauentragen”. Dies soll die Herbergssuche von Maria und Josef versinnbildlichen. Dabei wird am ersten Adventsgottesdienst die Figur an eine Familie oder Einzelperson der Pfarrei übergeben, meist wird diese dann im „Herrgottswinkel“ aufgestellt. So lange die Figur im Haus ist wird sich versammelt, gebetet und oftmals auch musiziert. Die Figur wird dann über Nacht beherbergt und am nächsten Tag weiter getragen.

Weitere Informationen zum “Frauentragen” finden Sie hier.

 

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Copyright: VDN/Fritz Eichmann

Bei vorweihnachtlichen Wanderungen im Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald werden neben der Landschaftsführung auch alte, längst vergessene Weihnachtsbräuche und Gestalten vorgestellt, deren Ursprung bis weit in die vorchristliche Zeit reichen. So waren noch bis vor 100 Jahren neben dem Benzenickel im Odenwald auch Gestalten wie der Strohnickel, die Stoppelgans, der Belzebock, der achtfüßige Schimmel und viele weitere unheimliche Gesellen unterwegs. Bei den Zauberwaldgeschichten bei Kerzenschein lädt Kobold Kieselbart zu einem Nikolaus-Märchennachmittag für Kinder und Erwachsene ein. Und wenn sich der Nikolausabend über den Zauberwald herabsenkt gibt ein ganz besonderes Nikolausbuffet mit Äpfeln, Nüss’ und Mandelkern – für die Waldtiere und für alle Gäste!

Weitere Informationen zum Nikolaus-Märchentag finden Sie hier.

 

Die zur Weihnachtszeit aufgestellten Krippen zeigen, wie vielfältig in der Volkskunst das Weihnachtsgeschehen dargestellt werden kann. Das Glattbacher Krippenmuseum im Naturpark Spessart beherbergt eine völkerkundliche Krippensammlung nicht nur aus Deutschland sondern aus fünf Kontinenten und über 85 Ländern. Ob in Bronze oder Zinn, Holz oder Stroh, Ton oder Brotteig, Pappmaché oder Wachs, Elfenbein oder Bast, jedes Material scheint recht zu sein, selbst der Kürbis, um die Geburt des göttlichen Sohnes durch die Krippe zu verkünden.

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© www.glattbach.de

Weitere Informationen zum Krippenmuseum Glattbach finden Sie hier.

 

Und für alle, die sich zu dieser Jahreszeit nicht aus dem Haus wagen wollen, gibt es weihnachtliche Leckereien zum selber Genießen oder als Weihnachtpaket zum Verschenken im Naturpark-Spezialitätenshop.

 

 

Ein Beitrag von Verband Deutscher Naturparke

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