Neuer Moor-Info-Punkt am Aussichtsturm Rothirsch in Sandhof

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Sandhof hat seit 19.12.2019 einen neuen Moor-Info-Punkt. Er ist einer von 3 Moor-Info-Punkten in Mecklenburg, die im Rahmen des Projektes „Mehr MoorFutures durch MoorFutures. Klimaschutz trifft Biodiversität“ durch die Akademie für Nachhaltige Entwicklung (ANE) geschaffen wurden. Das Projekt wurde aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums und Eigenmitteln der Stiftung finanziert.

Henrik Manthey, Servicestelle MoorFutures bei der Akademie für Nachhaltige Entwicklung (ANE): „Unsere Moore haben für den Klimaschutz eine nicht zu unterschätzende Bedeutung. In Mecklenburg-Vorpommern sind trocken gelegte Moore die größte Treibhausgasquelle, noch vor den Sektoren Verkehr und Industrie. Neben diesem Wissen wollten wir einen teilweise vergessenen Lebensraum wieder entdecken helfen: Mit den Moor-Info-Punkten, Fotowettbewerben, Workshops für Lehrerinnen und Kita-Erzieher, der Unterstützung des Moortheaters und mit unser neuen App „MuchMoor“. Denn nur was Menschen kennen und schätzen werden Sie auch schützen.“

Kernziel des ANE-Projektes war auch die Verbesserung der öffentlichen Wahrnehmung und Nutzung der MoorFutures als eines einheimischen Finanzierungsinstruments zum Schutz von Mooren. Unternehmen und Bürger ermöglichen mit dem Kauf von MoorFutures die Wiedervernässung von Mooren. Werden sie wiedervernässt, sind renaturierte Moore riesige, natürliche Speicherkammern von Kohlenstoff. Gut für das Klima!

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Das Besondere der Info-Stelen: Sie sind mit einem Moor-Eiche-Look versehen und auch sonst ein ziemlicher Hingucker. Jeden Moor-Info-Punkt schmückt eine regional typisches Tier: die Azurjunger in Zarrentin, den Neuntöter in Sandhof und den Biber in Aalbude. Neben allgemeinen Informationen über Moore, deren Schönheit und Nützlichkeit, Klimaschutz und Biodiversität kann man die Besonderheiten des Ortes mit Blick auf die Moore nachlesen.

Über den Moor-Info-Punkt Aussichtsturm Rothirsch / Großer Serrahn
Das 1990 ausgewiesene Naturschutzgebiet „Großer und Kleiner Serrahn“ ist eine 722 Hektar große Fläche zwischen den Ortschaften Wendisch Waren und Sandhof, eine einzigartige Moorlandschaft eines verlandeten Sees. Ein dichtes Grabennetz durchzieht die Fläche und zeugt von den jahrzehntelangen Bemühungen, den See und das Moor zu entwässern. An der Mildenitz, die im Südosten in den Serrahnsee floss, stand im Mittelalter eine Wassermühle. In den Jahren 1853 bis 1857 wurde der See durch Wasserstandsabsenkung des Goldberger Sees um 1,2 Meter vollständig entwässert. Des Weiteren wurde der Flusslauf der Mildenitz als Kanal ausgebaut. Stichgräben zur Entwässerung wurden angelegt, um die trocken gefallenen Flächen als Grünland zu nutzen. Ein windgetriebenes Schöpfwerk unterstützte diesen Entwässerungsprozess. Nach dem 2. Weltkrieg verfielen die Grabensysteme langsam. Sie wurden nicht wiederinstandgesetzt. Das Grünland war nur noch in sehr trockenen Jahren und in seinen Randbereichen nutzbar. Ein in den 1970er Jahren gebautes Schöpfwerk entwässerte den südlichen Teil des Großen Serrahns. Über ein LIFE-Projekt wurde das Schöpfwerk im Jahr 1997 stillgelegt. Die Kernflächen des heutigen Schutzgebiets sind seit 1962 militärisches Sperrgebiet.

Ein Beitrag von Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide

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