Baumvergabe im Genressourcenprojekt: Anmeldung ab sofort möglich
Haben Sie schon einmal einen Apfel direkt vom Baum auf einer Streuobstwiese probiert? Diese Orte sind weit mehr als nur Obstlieferanten – sie sind ein lebendiges Kulturgut und Heimat für bis zu 1.000 Tierarten. Im Naturpark Stechlin-Ruppiner Land setzen wir uns seit vielen Jahren intensiv dafür ein, dass diese Vielfalt erhalten bleibt.
Wie alles begann: Das Genressourcenprojekt
Die Genese unseres Engagements liegt im brandenburgweiten Genressourcenprojekt, an dem sich der Naturpark Stechlin-Ruppiner Land gemeinsam mit anderen Naturparken beteiligt. Ziel ist es, regionaltypische alte Sorten, die oft nicht mehr im regulären Handel zu finden sind, vor dem Verschwinden zu bewahren. Durch gezielte Nachzucht und die Vergabe von Hochstämmen an engagierte Bürgerinnen und Bürger sichern wir diesen genetischen Schatz für die Zukunft. So wurden in den letzten 20 Jahren über 2.600 Bäume von 200 verschiedenen Apfelsorten gepflanzt.
Lebendige Tradition in Menz
Ein Herzstück des Projekts ist der mittlerweile überregional bekannte Menzer Apfeltag. Hier werden nicht nur Sorten bestimmt und Erfahrungen ausgetauscht, sondern auch gezielt junge Bäumchen alter Sorten an Hobbygärtner abgegeben. In diesem Jahr findet der Apfeltag am 17. Oktober statt.
Wachsende Vielfalt: Von Basdorf bis zum Gallberg
Dass das Projekt Früchte trägt, zeigen aktuelle Pflanzungen in der Region. So entsteht bei Basdorf (Rheinsberg) derzeit eine neue, ein Hektar große Streuobstwiese mit 50 alten Sorten wie der „Biesterfelder Renette“ oder dem „Gubener Waraschka“. Auch am Gallberg im Amt Temnitz wurden in enger Abstimmung mit dem Naturpark Obsthochstämme gepflanzt, um den Biotopverbund zu stärken und die Landschaft ökologisch aufzuwerten.
Warum wir das tun
„Alte Sorten“ überzeugen nicht nur durch ihr einzigartiges Aroma, sondern sind oft auch für Allergiker besser verträglich. Mit jeder Pflanzung schaffen wir wertvolle Lebensräume für Insekten, Vögel und Fledermäuse und bewahren die Schönheit unserer gewachsenen Kulturlandschaft.
Möchten auch Sie „Apfelhochstammpartner:in“ werden oder eine oder mehrere Baumpatenschaft übernehmen? Dann melden Sie sich bitte hier auf der neuen Anmeldeseite an, wenn Sie Apfelbäume erhalten wollen und werden Sie Teil dieser Erfolgsgeschichte!



