Kommunale Arbeitsgemeinschaft Kyritz-Ruppiner Heide (KAG) tagte

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Copyright: Dr. Mario Schrumpf

Am 19. November tagte in Neuruppin die Kommunale Arbeitsgemeinschaft Kyritz-Ruppiner Heide. Der Naturpark als Mitglied der KAG wurde durch seinen Leiter Dr. Mario Schrumpf vertreten. Im Mittelpunkt stand die Vorstellung der Ergebnisse der geomagnetischen Bodensondierung. Mit dieser Methode wurden die Bereiche des ehemaligen Truppenübungsplatzes technisch erkundet, die sich innerhalb eines 1000 Meter Radius um die Ortschaften Griebsee-Walkmühle, Schweinrich, Lutterow, Gadow, Basdorf, Fretzdorf, Glienicke, Rossow und Pfalzheim befinden. Die Fachfirmen untersuchten auch betriebsnotwendige Wege und Brandschutzstreiefen aud einer Länge von insgesamt rund 236 Kilometern. Die eingesetzten Verfahren sind in der Lage, eisenhaltige Metalle, wie sie in den meisten von den russischen Truppen eingesetzten Kampfmitteln enthalten sind, bis in meherere Meter Tiefe zu orten. Daneben werden zwangsläufig auch andere ferromagnetische Gegenstände wie Eisenschrott, Munitionshülsen und Fragmente detonierter Kampfmittel angezeigt. Diese sogenannten Störkörper im Erdboden werden durch die fahr- oder tragbaren Sondensysteme erfasst, informationstechnisch verarbeitet und hinsichtlich ihrer Position, Verteilung, Größe und Tiefenlage dargestellt. Als Ergebnis der Untersuchungen wurden im Bereich der Ortsrandlage auf einem Netz von 143 repräsentativen, jeweils drei Meter breiten Sondierungsprofilen mit einer Gesamtlänge von rund 56 Kilometern insgesamt fast 11.000 Objekte detektiert. Zwischen den einzelnen Ortsrandlagen schwanken die durchschnittlichen Störkörperdichten von gut zwei bis zu knapp neun Objekten auf 100 Quadratmetern. Ein unerwartetes Resultat der technischen Erkundung liegt in der hohen Störkörperbelastung der Ortsrandlagen im Norden der Liegenschaft. Um Erkenntnisse zur Gefährlichkeit des sogenannten Störkörperinventars zu erlangen, sind auf Grundlage der nun vorliegenden Informationen  zur Lage der Objekte in naher Zukunft umfangreiche Testfeldräumungen erforderlich. Zur näheren Bestimmung der Störkörper werden diese auf etwa fünf Prozent der Untersuchungsfläche ausgegraben. Konkret beabsichtigt die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, in den nächsten Jahren bis zu 259 Testfelder in den Ortsrandlagen und bis zu 236 Testfelder auf Betriebswegen und Brandschutzstreifen zu räumen. Oberste Priorität hat die Sicherheit der Bewohner der unmittelbar an dem ehemaligen TÜP angrenzenden Siedlungsbereiche. Erste Priorität bei den Betriebswegen hat die Beräumung des geplanten südlichen Kutschweges von Neuglienicke nach Fretzdorf. Desweiteren stand der zukünftige Name unter dem das Areal touristisch vermarktet werden soll auf der Tagesordnung. Freie Heide, Märkische Heide, Ruppiner Heide, Wittstock-Ruppiner Heide … waren nur einige der nicht abschließend diskutierten Varianten. Auch ein Logo wird für die Zukunft gesucht. In 2014 werden wieder Kremserfahrten durch die Heide stattfinden. Die Bundesforst und die Sielmann-Stiftung haben die notwendige Begleitung der Touren zugesichert. Die Friedensscheune Zempow wird erneut Ganztagesangebote mit Einführungsvortrag, Besuch der Ausstellung in Zempow, Kutschfahrt durch die Heide und Imbiss anbieten.

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