Entwurf für NATURA 2000-Managementplan Stechlin liegt zur Einsicht aus

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Der Stechlinsee und weitere wertvolle Lebensräume in seinem Umfeld gehören zum Europäischen Schutzgebiet „Stechlin“. Als EU-Vogelschutz- und Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Gebiet „Stechlin“ gehört es mit einer Fläche 8.655 ha zu den größten und wertvollsten Naturschutzgebieten Brandenburgs. Es liegt im Verwaltungsgebiet der Landkreise Oberhavel und Ostprignitz-Ruppin zwischen Rheinsberg im Westen, der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern im Norden, Fürstenberg/Havel im Osten und Dollgow im Süden. Der westliche Teil des FFH-Gebietes befindet sich in der Gemeinde Rheinsberg, der südliche und östliche Teil liegt größtenteils in der Gemeinde Stechlin, ein weiterer Teil in der Stadt Fürsten­berg/Havel. Das NATURA 2000-Gebiet „Stechlin“ ist ein besonders reich strukturierter, zusammenhängender Komplex aus Wald-, See- und Moorökosystemen. Flächenanteilig befinden sich im Schutzgebiet ein Viertel aller natürlichen Klarwasserseen Brandenburgs. Das Gebiet hat durch seinen Reichtum an diesen nährstoffarmen, anthropogen relativ wenig belasteten Klarwasserseen mit seiner einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt eine europaweit herausragende Bedeutung. Besonders hervorzuheben ist hier die Fontane-Maräne (Coregonus fontanae), die ausschließlich im Stechlinsee vorkommt. Zehn weitere nährstoffarme Waldseen im Gebiet zeichnen sich durch hohe Sichttiefen und ausgedehnte Unterwasserpflanzen­bestände aus. Auch die zahlreichen Kesselmoore mit typischen Moorseen sind für Brandenburg einmalig und stellen ebenso wie die geschlossenen Buchenwaldgebiete überregionale Besonderheiten dar. Stellvertretend für die hohe Artenvielfalt können Raritäten wie Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus), Großes Mausohr (Myotis myotis), Eremit (Osmoderma eremita), Hirschkäfer (Lucanus cervus) und Eichen-Heldbock (Cerambyx cerdo) aufgezählt werden, dazu gesellen sich charakteristische und in hoher Vielfalt vorkommenden Pilze, Flechten und Moose. Das NATURA 2000-Gebiet „Stechlin“ ist größtenteils deckungsgleich mit dem gleichnamigen Naturschutzgebiet. Die Schutzgebiets-Verordnung soll sicherstellen, dass sich das Gebiet und seine EU-weit geschützten Lebensraumtypen und Arten in einem dauerhaft günstigen Erhaltungszustand befinden bzw. dort, wo dies noch nicht gegeben ist, sich in einen solchen entwickeln können. Die Managementplanung dient der Naturpark-Verwaltung als fachliches Werkzeug. Sie informiert Eigentümer, Anwohner und Gäste darüber, wie diese Ziele erreicht werden sollen. Erarbeitet wurden die Unterlagen des Pflege- und Entwicklungsplanes mit integrierter NATURA 2000-Management­planung für den Naturpark Stechlin-Ruppiner Land im Auftrag des Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz von der Bürogemeinschaft Luftbild Brandenburg. Am 7.11.2013, 9.00 Uhr werden in der Regionalwerkstatt Stechlin in Menz die Entwürfe der Managementpläne in der projektbegleitenden Arbeitsgruppe (PAG) vorgestellt. Dort arbeiten wichtige Akteure aus der Region, wie z.B. der Wasser- und Bodenverband Uckermark-Havel, das Amt Gransee und Gemeinden, die Fachämter des Landkreises Oberhavel und die Landesforstverwaltung mit. Wer sich im Vorfeld für den Entwurf der Planung interessiert, kann diese ab 16. September 2013 bei der Naturparkverwaltung in Menz, Friedensplatz 9 einsehen. Ansprechpartnerin ist Silke Oldorff (Tel. 033082/40717). Eine telefonische Anmeldung wird empfohlen, damit Mitarbeiter der Verwaltung für eventuelle Rückfragen persönlich zur Verfügung zu stehen. Bedenken und Anregungen können bis zum 25.10.2013 schriftlich an die Naturparkverwaltung gerichtet werden. Sie werden von der Naturparkverwaltung geprüft und in die Abwägung bei der Erstellung der Managementpläne einbezogen.

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