Lesung unter Apfelbäumen mit Angelika Klüssendorf und Torsten Schulz am 24. Juli

Erstmalig begrüßt am 24. Juli (15:00-17:00 Uhr) der Dorfverein Menz e.V. auf der Menzer Streuobstwiese ein Schriftsteller-Ehepaar. Und beide Schriftsteller lesen aus ihren aktuellen Büchern. Wir freuen uns auf diesen außergewöhnlichen literarischen Nachmittag mit der mehrmals für den deutschen Buchpreis nominierten Angelika Klüssendorf sowie dem Professor an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, dem Schriftsteller und Drehbuchautor Torsten Schulz.

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© Dorfverein Menz e.V.

Vielleicht wird es neben Antworten auf Fragen zu den Büchern und den Autoren auch Einblicke in die schöpferische Tätigkeit einer Schriftstellerin und eines Schriftstellers unter einem norddeutschen Dach ermöglichen.

Angelika Klüssendorf, geboren 1958 in Ahrensburg, lebte von 1961 bis zu ihrer Übersiedlung 1985 in Leipzig; heute wohnt sie auf dem Land in Mecklenburg. Sie veröffentlichte mehrere Erzählbände und Romane und die von Kritik und Lesepublikum begeistert aufgenommene Roman-Trilogie „Das Mädchen“, „April“ und „Jahre später“, deren Einzeltitel alle für den Deutschen Buchpreis nominiert waren und zweimal auch auf der Shortlist standen. Zuletzt wurde sie mit dem Marie Luise Kaschnitz-Preis* (2019) ausgezeichnet.

Eine große Schriftstellerin mit dem Mut zur Wahrhaftigkeit.

Vierunddreißigster September

Ein hintersinniges Meisterwerk über eine Zeit der Wut, Melancholie und Zärtlichkeit

Ein Dorf in Ostdeutschland: Walter, ein zorniger Mann, erschlagen in der Silvesternacht von Hilde, der eigenen Frau. Nur kurz vor seinem Ende war er plötzlich sanft und ihr zugewandt. Dann ein Friedhof: Die Toten studieren die Lebenden. Walter wird zum Chronisten, sieht sich dazu verdammt, die Schicksale im Dorf festzuhalten. Und er fragt nach dem Warum. Was war der Grund für Hildes Tat? Geschah es aus Hass oder aus Barmherzigkeit?

„Vierunddreißigster September“ wird zum Dorfroman einer anderen, neuen Art, er kommt den Menschen schmerzend nah. Aus Angelika Klüssendorfs Sprache strahlt eine mitreißende Kraft, sie ist präzise und voll tiefschwarzer Komik. Ein hintersinniges Meisterwerk über eine Zeit der Wut, Melancholie und Zärtlichkeit.

Buchtitel Kluessendorf 624x1024 300x500 Lesung unter Apfelbäumen mit Angelika Klüssendorf und Torsten Schulz am 24. Juli

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Torsten Schulz, Jahrgang 1959, wuchs in einer Arbeiterfamilie in Friedrichshain, studierte Film- und Fernsehwissenschaften an der HFF Babelsberg. Er liest bereits zum zweiten Mal in Menz.

Er ist Autor preisgekrönter Spielfilme und Regisseur von Dokumentarfilmen. Sein Debütroman »Boxhagener Platz« wurde in mehrere Sprachen übersetzt und fürs Kino verfilmt. Die Hörspieladaption erhielt diverse Preise. Seitdem erschienen von ihm der Erzählungsband »Revolution und Filzläuse« sowie die Romane »Nilowsky« und »Skandinavisches Viertel«. Torsten Schulz lebt in Mecklenburg.

Torsten Schulz lehrt als Professor an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf Praktische Dramaturgie.

Öl und Bienen

Der neue Roman von Torsten Schulz: schräg, aberwitzig, hintergründig.

Den Männern der Familie Wutzner liegt das Aufspüren von Erdöl in den Genen. Kaum stapfen sie durch die Havelländische Heide, schon scheint unter ihren Füßen der Boden zu vibrieren. Dumm nur, dass das sprudelnde schwarze Gold jedes Mal wieder versiegt, wenn man es aus dem Boden holen will.

Als der Staat in den 20er Jahren die Siedlung Beutenberge errichtete, glaubten die Bewohner noch an die verheißungsvollen Erdölquellen. Doch inzwischen ist man in der Realität angekommen, und Lothar Ihm, dem letzten Nachfahren der Wutznerschen Dynastie, bleibt nichts Besseres übrig, als mit seinen DDR-Kumpanen Blutblase und Krücke im hauseigenen Garten dem Bier zuzusprechen und zu der aus dem Westen eingeschmuggelten Musik ausdrucksvoll mit dem Kopf zu nicken.

Bis eines Tages ein Schwarm Frauen anrückt und Schluss ist mit der friedlichen männlichen Existenz zwischen Alkohol und Rockmusik.

Ersterscheinung Februar 2022

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